117 Der neue Friedhof war notdürftig hergerichtet, spater ausge- bessert und verschönert und im Dezember 1844 die erste Leiche dort begraben. Eine Begräbnisstätte bestand schon früher vor dem Eingang zur Kapelle; aber dieser Friedhof war den Kaplänen und Beamten der Herrschaft vorbehalten gewesen. Im Jahre 1873, als die neue Kirche erbaut wurde, wurde der Name Kuratie Baduz durch den Namen „Pfarrei Vaduz" ersetzt. XVIII. Zur Vaugeschichte der neuen Kirche in Vaduz. Am 23. Jänner 1868 berief der Landesverweser v. Hausen eine tommissionelle Zusammenkunft mit dem von der Gemeinde bestell- tenKirchenbau-Komitee und dem oerstürktenEemeinderat unterZu zug des Ortspfarrers und des Hofkaplans, um die Frage zu eröriern, auf welchem Platz die projektierte neue Kirche erbaut werden solle. Der Pfarrer Decurtins wollte die Kirche der Landstraße ent- lang mit dem Chor gegen Süden erbaut haben. Landestechniker Rheinberger beantragte den Platz, wo die Kirche heute steht, mit dem Chor gegen Osten. Diesem Projekte stimmten alle Anwesenden autzer dem Pfarrer bei, und wurde beschlossen, keine weiteren Schritte in dieser Frage zu tun. Am 19.Mai 1868unterzeichneteSe.Durchlaucht der regierende FürstJohann II. ein Handbillet an den Landesverweser, welches besagt, datz er „sich in Gnaden bewogen finde, den der Gemeinde Vaduz zur Verfügung stehenden K i r ch e n b a n- fond bis zu jener Summe zu ergänzen, welche die Ausführung des projektierten Kirchenbaues mit Inbegriff der i n n e r e n E i n r i ch t u n g erfor- dern sollte. Der Gemeindevertretung ist jedoch ausdrücklich zu bemerken, datz ich durch diese freiwillige Erhöhung des Kirchen- baufonds in den Bestimmungen des Abkurungsstatuts vom Jahre 1842 rücksichtlich der darin ausgesprochenen Baupflicht der Gemeinde nichts geändert wissen will, datz ferners dieselbe die beim Kirchenbau erforderlichen Fuhren und Handdienste unentgeltlich zu leisten habe, und datz die Obliegenheit der Instandhaltung der neuen Kirche ausschließlich der Pfarrgemeinde Vaduz verbleibt.—
        

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