Kerzen zu opfern haben sollen. Wegen der Zuteilung des Zehnten soll eine nochmalige unparteiische Schätzung vorgenommen werden und die Mutterkirche und Pfründe schadlos gehalten werden. Diese fürstliche Resolution war dem Ordinariate sehr ange- nehm, aber unterdessen hatten die^Schaaner ihre Beschwerde einge- reicht und der Kanzler schrieb dies dem Oberamt mit dem Bei- fügen, datz diese Klage doch zuerst geprüft werden müsse. Das Oberamt erwidert darauf, nachdem Vaduz abgetrennt sei, sei die Schaaner Kirche für die Schaaner groß genug, es be- dürfe also keiner Vergrößerung und jede Gemeinde gebe das Brennholz nur ihrem eigenen Seelsorger, also haben die Vaduzer der Pfarrei Schaan kein Holz zu liefern, sondern ihrem eigenen Kuraten. Uebrigens sollen sich die Schaaner mit ihrer Beschwerde an das Oberamt wenden. Dies letztere geschah nicht; aber der Entwurf wurde im Sep- tember 1838 im Sinne des fürstl. Reskriptes abgeändert. Der A8 lautet demnach: „Obschon die Kuratie Vaduz von aller Dependenz gegen Schaan frei und selbe in allem und jedem als gleichen Ranges anzusehen ist, hat doch zur dankbaren Erinnerung an die frühere Mutterkirche der Kurat zu Vaduz entweder bei dem Gottesdienste nachmittags des Mariä-Himmelfahrtsfestes zu er- scheinen oder im Verhinderungsfalle zwei Kerzen zu überschicken." Die Beschwerde der Schaaner wurde erst im Jänner Z839 dem Oberamte überreicht. Carigiet billigte in einer Zuschrift an das Ordinariat alle Forderungen der Schaaner, auch datz die Vaduzer in Zukunft wie bisher ihre Leistungen an die beiden Pfründen und die Kirche in Schaan zu machen Hütten, daß sie vom Kirchenvermögen nichts er- halten sollten usw. Er behauptete, die große Mehrheit der Va- duzer sei gegen die Trennung von Schaan und hänge mit großer Liebe an der Mutterkirche. Es seien nur einige wenige, die die Trennung und zwar die vollständige Unabhängigkeit der Vaduzer betreiben. Man habe den Vaduzern die Pflichten, die ihnen durch die Trennung erwachsen, nie bekannt gegeben. Man solle einmal die Gemeinde befragen. Das Ordinariat soll die Zustimmung erst geben, nachdem die Vadnzer dafür Kaution geleistet haben werden, daß sie auf ihre Kosten ihre Kirche vergrößern, einen Friedhof an-
        

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