- 78 - vor, daß man den Bau möcht vollbringen, und mnßt man der Kirche Gut angriffen, Weizen, Gelt, und Pfenniggelt, das biderb Lüt dem guten Kerrn St. Martino hettend durch ihr Seelenheil willen ge- ordnet und geschaffet." Bei diesem wichtigen Bau der Pfarrkirche geschieht des Klosters keine Erwähnung. Im Jahre 1651 wnrde die Kirche renoviert, der Choraltar und ein Seitenaltar ganz neu hergestellt für 546 fl., welches alles aus milden Beiträgen der Pfarrangehörigen bestritten wurde, wie es die Bruderschaftsverzeichnisse nachweisen. Vom Kloster wird nirgends etwas gemeldet. Diese Renovation muß Ende 16Z9 geschehen sein; denn es liegt eine Pergamenturkunde vor mit dem bischöflichen Siegel, welche besagt, daß der Bischof Johannes am 11. Jänner 1640 in der Pfarrkirche zu Eschen drei Altäre konsekriert habe, den Kochaltar*) zu Ehren der Gottesmutter, des hl. Martinus, des Apostels Iakobus und des hl. Stephanus; den rechten Seitenaltar zu Ehren der drei Könige, den linken zu Ehren der hl. Katharina. Das Kirchweihfest wurde auf den zweiten Sonntag nach Dreikönigen festgesetzt. Der Kochaltar, dessen Bild wir an der Spitze dieser Geschichte bringen, und der leider aus Anlaß der Erbauung der neuen Kirche veräußert wurde, war ein sehr schöner Barokaltar.*) Vom 28. Juli 1651 datiert die Rosenkranz-Bruderschafts- Urkunde. Auf Bitten des Pfarrers (?. Karl Widmann) stellte der General des Dominikanerordens I. B. de Marinis diese Urkunde aus. Sie wurde unterschrieben vom Ordensprior in Chur und vom Bischof Johannes. Im Jahre 1716 ließen die Vertreter der Gemeinde (Bau- meister Ferd. Marxer, Rudolf Weier, Adam Allgäuer und des Gotteshauses Ammann Jakob Oehri) durch den Glockengießer Franz Joseph Felix in Feldkirch eine 11 Zentner schwere Glocke gießen für 120 Gulden. An „dem Tag, da der Glockengießer die Glocke in den Turm liefern wird^ soll eine ehrsame Gemainde ihm aus- zahlen 70 fl. Das Aebrige zu zahlen versprechen der Kerr Bau- meister Ferd. Marrer und Adam Allgäuer aus zwei Termine mit Weinmost. Kerentgegen soll der Glockengießer umb die Glocke Bürg- schaft thun und 1 Jahr und 3 Tag zuwarten." *)Siehe Abbildung mitdem SchellenbergerWappen aufSeitel dieses Jahrbuches.
        

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