- 75 — Dokumente mit aller AnParteilichkeit prüfen. Was mich anbelangt, stelle ich meine Dienste dem Fürstabt und deni Konvent zur Ver- fügung. Luzern 8. März 1724. Cajetan Lemer, Secretär." Der Prokurator Sidler teilte am 17. März dem Dekan den Tod des Papstes Jnnocenz XIII. mit, sttgt bei, er habe mit dem Auditor wieder lange gestritten, aber keine günstige Sentenz erwirken können, weil der Vertreter von St. Luzi versprochen habe, Beweise zu erbringen, daß St. Luzi schon vor 70 Iahren die Präcedenz gehabt habe, sogar schon zur Zeit, da die Abtei Pfäfers gefürstet worden sei. In der Antwort betont der Dekan besonders den Amstand, daß über Alter der Pfarrei und deren Vorrang in alter Zeit auch der von Bendern nichts beweisen könne. Er citiert dann Tschudi und die Chronik von Stumpf, um das höhere Alter von Eschen zu beweisen. Dort wird erzählt, daß die Estiönen in unserer'Gegend in ältester Zeit gehaust und von ihnen der Ort Eschen und der Berg Eschnerberg den Namen erhalten haben. Der Dekan fügt dem noch bei, an der Kirchenpforte zu Eschen und auf dem uralten Koch- altare seien die Insignien der Kerren von Schellenberg angebracht; solches habe die Benderer Kirche nicht. Vom Sekretär der Nuntiatur, dem der Dekan in einem Briefe ein Goldstück beigelegt hatte, erhielt derselbe eine Zuschrift, die einen indirekten Tadel für ihn enthielt. Er lasse sich durch Gold nicht von seiner Pflicht abbringen, nehme keine solche Geschenke an, und habe sich lange besonnen, ob er das Geld nicht wieder zurück schicken sollte. Nur die Furcht, den Dekan zu beleidigen, habe ihn für dies- mal bewögen, von der Zurückgabe abzusehen. Die Streitsache sei immer noch in stsw cmo. Gegen die Argumente von St. Luzi müsse man nicht mit Worten streiten, sondern mit Tatsachen. Der Abt von St. Luzi habe dem Auditor wieder neue Argumente überreicht, aber alles bisher von den Parteien vorgebrachte beweise nichts mit Sicherheit. Man schöpfe ja keinen Verdacht gegen den Auditor, der sich strenge an seine juridischen Vorschriften halte. Auch er, der Sekretär, müsse dem Abt von St. Luzi dje Possession zugestehen. Pfäfers gab die Sache noch nicht verloren und brachte viel- mehr neue Zeugnisse vor. Der Prior von St. Johann in Feldkirch
        

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