- 68 - durch die Autorität und Urkunden so vieler Kaiser und höch- ster Herren bestätigt worden ist, die Eschener Pfarrei dem Kloster zuschrieb. Ist sie also nicht die älteste? Während im Gegenteil die Benderer Pfarrei nur Erbe eines adeligen Herrn gewesen ist, in bekannter Zeit dem Kloster St. Luzi geschenkt. So kann man kaum glauben, daß ein Privatmann in der Herrschaft eines anderen die erste Kirche besessen habe. And wenn auch einer oder der andere Herr von Schellenberg bei den Benderern begraben worden, was folgt daraus? Haben nicht oft höchste Herrschaften ihre Begräbnis in einfachen Kapellen? Daß Eschen die erste Pfarrei sei, das beweisen Heller als das Licht das Gerichtshaus, die Fahne, das Archiv, der Galgen u. s. w. was alles in Eschen vorhanden ist. 4. Ferner der ununterbrochene Besitz der Präcedenz, gegen den ein legitimer Akt ewig nicht aufgewiesen werden kann. Jeder Pater von Pfäfers, der als Pfarrer angestellt war, hatte ruhig dieselbe und man muß sich wundern, daß das in Zwei- fel gezogen werden kann, da selbst die Benderer Vikare, wie ?. Marianus und der jetzige ?. Makarius mit dem ganzen Volke bezeugen müssen, daß sie unseren?. Cölestin und Ildefons die Präcedenz zugestanden haben. Man tritt nicht mehr ab, als man 
hat. (Es wird dann erwähnt, daß?. Makarius bei einer Einladung auf dem Schloß den Platz zur Rechten des Landvogts sich „usurpiert" und mit dem Kreuz allein den Bittgang nach Rankweil gemacht habe zum Aergernis des Volkes). 5. Wenn unsere Vikare aus dem Weltklerus bisweilen den Patres von Bendern den Vortritt ließen, geschah dies aus Höflichkeit, wie der Pfarrer von Mauren bezeugt. Schließlich werden noch einige Aussprüche von Rechtslehrern ins Feld geführt, hie über Präcedenz handeln, und schließt mit der Behauptung, kein Richter könne gegen Pfäfers entscheiden. Die Schreiben von Pfäfers sind sehr schmeichelhaft für die Nun- tiatur abgefaßt und die Patres von St. Luzi werden als ungehorsam angeschwärzt. Die Briefe gingen durch Extraboten nach Luzern. Der ?. Ildefons Brandenberg (Pfarrer in Eschen) sandte nun auch seinerseits eine lange, vom Prior in St. Johann in Feldkirch verfaßte Supplik ein, in der die für Pfäfers sprechenden Motive
        

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