- 63 - vom Grafen, von Kohenems gekauft habe, wofür er den Kaufbrief vorweisen könne. tk'-.x.c. ZZ Pfäf. Arch.) Im 
Körnung 1732 kam zwischen der 
Gemeinde Eschen und dem Pfarrer Statthalter eine Verständigung zustande über BeHol- zung und 
Unterhaltung des Pfrundhauses. Am sich in Sachen gründ- lich zu unterrichten gingen die Nichter und Gemeindevögte von Eschen und Gamprin nach Pfäfers und ersuchten den Abt Ambro- sius um gründliche Erläuterung 
der Pfrundrechte und Ausfolgung des Arbariums. Dieses wurde ihnen mitgegeben und eingesehen. Darauf fragten sie den Pfarrer, ob er auch Streumahd und Nied- teilung fordere. Er antwortete, 
er sei dessen einesteils nicht bedürftig, cmdernteils enthalte das Arbar nichts davon. Er könne 
es also auch nicht fordern. Man einigte sich dann dahin: l. Der Pfarrer hat wie ein anderer Nachbar, wie von jeher, Wunn, Weid, Atzung, Trib, Trab und 
Kolzung. Dies alles aber zu 
verstehen sein solle, was zu dem Pfrundhaus, den Stallungen und Zäunen ihm nötig ist, desgleichen die Atzung 
für soviel Vieh, als er 
von seinen Gütern wintern kann. Da 
die Eschner auch im Maurer 
Wald das Kolzrecht hatten, wollte auch der Pfarrer dort für sich 
Holz schlagen lassen, aber die Maurer 
gestatteten das nicht. Das Holzungsrecht im ihrem Wald hätten nur 
die Eschner Bürger 
und diese hätten kein Recht jemand anderem 
ein solches Recht im Maurer Wald zu geben. Der Pfarrer ?. Hermann Heege wandte sich nun beschwerdefllhrend an das Ober- amt; 
aber dieses wies ihn ab. 
In seiner zweiten Eingabe an das Oberamt (im 
März 1732) begründete der Pfarrer 
abermals seine Ansprüche auf 
Grund des Vergleichs 
von 1732, worauf die Maurer in weitläufiger Widerlegung 
antworteten. Ebenso eingehend 
und sehr geschickt wies Pfarrer Heege die Maurer Eingabe zurück, welche letztere 
sich besonders darauf stützt, der Pfarrer 
von Eschen sei kein Gemeindsmann 
von Eschen, habe also kein Holzrecht in Mauren und seine Vorgänger hätten nie 
Holz daselbst schlagen lassen sür ihre Gebäude. 
Auch sei der Vergleich 
von 1732 obrigkeitlich nie ratifiziert worden. In der 
Replik weist der 
Pfarrer aus das seiner- zeit von den Herren 
v. Brandts bestätigte Arbarium der Pfarr- pfründe hin, 
welches besagt, daß der Pfarrer wie ein anderer Nachbar
        

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