- 46 - gleich ohne Aufsehen ein Wechsel getroffen werden können, was mit einem investierten Weltpriester nicht so leicht oder gar nicht geschehen kann. Dahero hoffe, Ew. Liebden werden in dero Entschließung nicht beharren, sondern mich in habenden Rechten schützen. Getröste mich mithin, daß gleich anderen immerfort mehr Ew. Liebden milder und huldreicher Begünstigung zu genießen u.s.w.". Der Abt erklärte auch, den jetzigen Pfarrer von Eschen nicht abrufen zu wollen. Im Jahre I77Z schrieb dann derselbe Fürst dem Abte, er habe seine Gründe wohl erwogen und darum gestatte er, daß solange er lebe, auch Patres des Klosters die Seelsorge in Eschen ausüben dürfen, nur unterstehen sie aber in allen Civilsachen wie andere Geistliche dem Oberamt. Dafür solle der Abt einen Revers ausstellen. Auf ein betreffendes Gesuch des Abtes bewilligte im Jahre 1782 der Fürst Karl Josef dasselbe unter denselben Bedingungen, aber nur aus Gutwilligkeit und bis zur erreichenden Vogtbarkeit „Anseres fürstlichen Schützlings." Das Gleiche tat im Jahre 1784 Fürst Alois Josef beim Antritt seiner Regierung. And bei dem blieb es bis zur Aufhebung des Klosters Pfäfers. Der gute Pfarrer ?. Antonin hatte hier böse Tage. Die Nach- wirkung der Franzosenmoral machte sich sehr fühlbar. Die Roheit der Jugend war grenzenlos. Da weder von den Eltern noch von den Vorgesetzten der Gemeinde Külfe zu erwarten war, mußte er anno 1805 das Oberamt um Kilse anrufen. Anter Pfarrer ?. Antonin klagten Landammann und Gericht beim Fürsten über die unterländische Geistlichkeit, daß sie zu den öffentlichen Lasten nichts beitragen, keine Steuern zahle :c. Pfarrer Regli antwortete darauf an den Fürsten in sehr scharfen Ausdrücken, und widerlegte die Anklage in wirksamer Weise. Nach dem Ableben des Pfarrers und Statthalters ?. Gregor Wachter (1820) kam Landvogt Schuppler nach Eschen, die gesetzmäßige Sperre zu verfügen und die Ernennung des neuen Statthalters ?. Meinrad Gyr der Pfarrgemeinde kund zu machen. Da die drei anwesenden Patres ?. Ioh. Bpt. Steiner, ?. Augustin Müller, und ?. Meinrad Gyr erklärten, der Äerr Fürstabt Placidius habe sich bereits einer Erklärung an das Amt anheischig gemacht, alle Passiva des Verstorbenen auf sich zu nehmen, daß die fragliche Verlassenschaft
        

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