— zz — Kaspar Zeller erhielt 1687 die Pfarrei; da es aber mit dem Grafen wieder Anstünde wegen der Bitte um seine Genehmigung gab, konnte er zwar unterdessen die Pfarrei antreten, aber einst- weilen noch nicht investiert werden. Seine Person zwar war aber dem Grasen ganz genehm; nur sollte der Abt bei ihm um Geneh- migung einkommen. Da der Pfarrhof restauriert werden mußte, mietete Herr Zeller das Haslacher-Haus. Am 10. Mai 1688 unter- schrieb er einen Vertrag mit dem Kloster betreffend seine Hinter- lassenschaft. Das Kloster trat ihm die freie Verfügung darüber ab gegen Entrichtung von 200 kl., oder wenn er lieber wolle, für die Eindeckung des Pfarrhofes mit Ziegeln anstatt der Schindeln. Er wählte das letztere. Im Mai 1687 erging vom Grafen Jakob Hanibal an den Landammann Ohri der Befehl, allen Geschworenen der Herrschaft Schellenberg zu sagen, daß sie von Haus zu Haus das strenge Verbot verkünden, an den Pfarrhofbau in Eschen auch nur das Geringste beizutragen, bis von Pfäfers Anerkennung seiner Rechte erlangt sein werde. Der Streit wurde dann beigelegt und unter der Leitung des ?. Ambros von Pfäfers das Haus gebaut. Es kostete 1018 Gulden. Leider war Pfarrer Zeller ein kranker Mann. Schon 2 Jahre nach seinem Amtsantritte brachten die Eschener beim Grafen die Bitte vor, er möchte beim Abte erwirken, daß . der Pfarrer einen ständigen Gehilfen bekomme, da der Pfarrer fortwährend krank sei, so daß sie oft wochenlang keine hl. Messe hätten. Der Graf will- fahrte ihrem Ansuchen und bemerkte in seinem Schreiben an den Abt auch, es wäre begreiflich, wenn die Eschener im Verweigerungs- falle mit zurückbehaltenem Zehnten selbst einen Hilfspriester unter- halten wollten. Wahrscheinlich wird den berechtigten Bitten ent- sprochen worden sein. Pfarrer Kaspar Zeller, der den Religiösen von St. Peter in Rankweil (Petriner genannt) angehörte, starb am 11. Februar 1694. Auf ihn folgte im gleichen Monat schon Rudolf Attinger als Pfarrer. Er reversierte am 21. Juni 1694 bezüglich der ge- treuen Einhaltung seiner Pflichten, besonders auch, daß er jährlich für die Gebäulichkeiten 2V kl. ausgeben wolle. Am 4. Juni 1710 schloß er wegen des Spolienrechts mit dem Abt Bonifaz einen
        

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