— 30 - Kloster einzuhalten. Der Brief ist auch von den drei erwähnten Vertretern der Gemeinde unterschrieben. Der gute Pfarrer Erb er- lebte noch das Ende des Jahres 1643; denn am 25. Dezember unterschrieb er noch mit zitternder Hand einen Vertrag mit dem Kloster, indem er gegen einige Zuwendungen seinen Erben seine Hinterlassenschaft einlöste. Pfarrer Melchior Erb starb Mitte Februar 1644. Bei der Feier des dreißigsten für ihn haben der Domprobst und Generalvikar Christophorus Mohr und der Domherr Adam Naule, Dekan des Kapitels unter der Lanquart, dem Markus Lehnherr von Gams, als dem Erben des Verstorbenen Pfarrers, dessen Nachlassenschaft übergeben, (14. März 1644). Pfarrer Erb war Weltpriester gewesen. Nach seinem Tode baten der Dekan und die Patres von Pfäfers den Bischof Johann um die Erlaubnis, auf einige Zeit die Pfarrei durch Patres ihres Stiftes versehen zu dürfen. Der Bischof bewilligte es für 8 Jahre. Nach dieser Zeit müßte wieder verhandelt werden. (23. März 1644). Der gute Herr Johann Frick erreichte also seine Absicht nicht, trotzdem auch der Landesherr, der Graf von Vaduz, sich für ihn ver- wendete. Dagegen wurde er dessen Kaplan. Die Wahl fiel auf einen Konventualen, der bis 1650 die Pfarrei versah aber in unrühmlicher Weise. Pfäfers war eben in Bezug auf Klosterzucht sehr herabgekommen. Am 3. Februar 1650 schrieb der Abt Iustus dem Bischof Johannes, er habe den bis- herigen Pfarrer (sein Name wird nirgends genannt) wegen seiner klagbaren Aufführung und wegen seinen Zwistigkeiten mit der Ge- meinde abberufen und durch einen besseren ersetzt. Wegen der Präsentation und Investitur entspann sich aber dann ein Zwiespalt zwischen Bischof und Abt, der vor den päpst- lichen Nuntius gebracht wurde. Der Dekan von Pfäfers schrieb deshalb an den Dompropst und Generalvikar um seine Intervention, da ja Pfäfers dem Konzil von Trient gemäß handeln wolle. (3. Februar 1650). Es folgten nun als Pfarrer 1650 ?. Karl Widmcmn, 1656 ?. Gabriel und 1658 ?. Gratian Landolt, 1660 der Weltpriester Johann Mohr, -j- Dez. 1666. Von Jänner bis März 1667 war Johann Oeri.von.Eschen Pfarrprovisor. Nun meldete sich wieder
        

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