— 25 — Pfarrer Wachter starb i, I. 1585 nach nur einjähriger Ver- waltung der Pfarrei. In der Llrkunde von» 30. Juni 1586 an den Dekan und das Kapitulum Drusianum ernannte der Bischof Petrus von sich aus, da das. sonst dem Kloster Pfäfers zustehende Präsen- tationsrecht wegen Nichtbenutzung erloschen sei, den Franz Dietrich zum Pfarrer. Zum Verständnis dessen sei hier bemerkt, das damals im Kloster Pfäfers die traurigsten Verhältnisse bestanden. Die Kloster- disziplin war schon seit dem 15. Jahrhundert im Verfall. Abt Jakob Russinger war i. I. 1530 zum Protestantismus übergetreten, dann aber wieder zurückgekehrt. Auch seine Nachfolger regierten unrühm- lich bis i. I. 1586 wieder ein frommer und tüchtiger Abt aus dem Kloster Einsiedeln an die Spitze des ehrwürdigen Klosters kam. Der neue Abt wollte nun das alte Recht des Klosters auf die Pfarrei wieder aufrecht erhalten. Er verlangte für das Kloster den Zehnten von allen Gütern, auch von den 5 Gütern, deren Zehent dem Pfarrer gehörte. Da der Pfarrer Dietrich das nicht anerkennen wollte, kam es zum Streit zwischen beiden. Da der Bischof für den von ihm eingesetzten Pfarrer eintrat, schien sich ein Zwiespalt zwischen den beiden Prälaten vorzubereiten. Der Abt schrieb dann an den Grafen von Sulz zu Vaduz, er möchte den Pfarrer absetzen und einen anderen qualifizierten Priester einsetzen. Der Graf berichtete dem Abt uuter dem 18. Sept. 1591, er habe indessen zugewartet in der Hoffnung, die beiden Prälaten würden sich noch verständigen. Da nun aber die Sache dahin gekommen sei, daß dem Abt der Zehent der Herrschaft Schellenberg arrestiert worden für den vom Pfarrer angefangenen Bau des Pfarr- hauses, so finde er sich verpflichtet, den rechten Kollator in der Kollatur zu unterstützen. Am weitere Kosten zu vermeiden, mache er den Vorschlag, er wolle den jetzigen Pfarrer auf eine Kaplanei in Vaduz oder auf die Pfarrei Triefen versetzen und einen anderen Herrn einsetzen. Doch müsse er diesen Vorschlag dem Bischof unter- breiten und dessen Enschließung abwarten. Aber der Herr Franz Dietrich blieb Pfarrer von Efchen, wo er i. I. 1620 starb. Der Abt hatte sich schon i. I. 1614 beim Grafen darüber be- schwert, daß in Eschen nicht der zehnte Teil, sondern nur der elfte z»
        

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