- 18 - sie auch in Eschen durchgeführt. Das Ablösungskapital betrug 15000 Gulden, das sich aber auf 18000 Gulden erhöhte. Von den Zinsen wurden jährlich 350 sl. dem Pfarrgehalt zu- gewiesen; die übrigen Zinse bilden den Gehalt des Kaplans. LInter Pfr. Deflorin wurden die Güter der Pfarrpfründe, an die Gemeinde verkauft; dafür hatte diese an den Pfarrgehalt 1600 Kronen all- jährlich zu zahlen. Im Jahre 1864 war die Kaplcineipfründe errichtet worden. Dem Kaplan wurde überbunden: abwechselnd mit dein Pfarrer an Sonn- und Feiertagen Predigt und Amt zu halten, wöchentlich ein- mal in Nendeln eine hl. Messe zu lesen, die l2 gestifteten Iahrzeit- messen in der Rofenbergkcipelle zu lesen, den Religionsunterricht in der Schule zu Nendeln zu-halten, von Allerheiligen bis Ostern in der dortigen Kapelle für das Volk Katechese zu halten, wofür die Nendler ihm das im Walde geschlagene Brennholz an das Kaus führen müssen, auf Verlangen und bei Verhinderung des Pfarrers die Kranken zu versehen. Ist der Pfarrer über einen Monat ab- wesend oder krank, dann hat er dem Kaplan 1 fl. pro Woche zu geben. Die Gemeinde, erklärte den Kaplan von allen Gemeindelasten frei, zahlt ihm 500 fl. Gehalt, gibt ihm wie einem Bürger das Brennholz im Walde und eine anständige Wohnung. Die Wahl eines Kaplans steht der Gemeinde zu. Schon längst wäre es der Wunsch der Gemeinde Eschen ge- wesen, die Güter der Pfarrpfründe für Gemeindezwecke käuflich er- werben zu können. Pfarrer Frick scheint diesem Plane nicht abge- neigt gewesen zu sein, wohl aber der neue Pfarrer Deflorin in den ersten Iahren seiner Pfarrverwaltung. In seinen älteren Tagen jedoch empfand er an der Bewirtschaftung der vielen Güter kein Vergnügen mehr und wünschte selbst deren Verkauf an die Gemeinde zum Zwecke der Errichtung einer Armenanstalt. Der Verkauf kam zustande, nachdem auch die kirchlichen und staatlichen Behörden ihr Einverständnis dazu gegeben hatten. Verkauft wurden alle Grund- stücke und Wälder und Stallungen der Pfründe. Das Instrument hat zwar das Datum vom 1. April 1903, aber die Gemeinde war schon mit dem Nutzungsjahr 1901 in den Besitz der Realitäten gekommen.
        

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