- 12 - hausten.*) Am 15. November 1235 waren die Brüder Rudolf und Marquart, Ritter von Eschen, Zeugen, als Alrich von Gamprin und seine fünf Söhne dem Kloster St. Luzi die Aecker „auf dem Bühele" und das Zehentrecht an denselben käuflich abtraten. Beide Brüder waren am 31. Juli des folgenden Jahres Zeugen, als Heinrich von Sax dem Kloster St. Gallen eine Körige abtrat. Der Meifsenauer Güterbeschrieb nennt auch einen Hermann v. Eschen. Der Ritter Rudolf erscheint dann noch allein als Zeuge am 30. Aug. 1244, am 14. Mai 1246 und am 6. Juni 1249 für die Bischöfe von Chur. Diese Ritter scheinen demnach in enger Beziehung zu dem Bistum gestanden zu haben. Am die Mitte des 13. Jahrhun- derts verschwand ihr Geschlecht aus den Llrkunden. Die zentrale Lage und die herrschaftlichen Höfe brachten es mit sich, daß Eschen als Hauptort des Unterlandes betrachtet wurde, weshalb es Ort des Gerichtes und der Landsgemeinde wurde. Zu Rofenberg, an aussichtsreichem Punkte, wo damals die Landstraße von Feldkirch her nach Bendern führte, und später die Kapelle er- baut ward, war die Zollstätte, das Wirtshaus, die Gerichtstube, die Nichtstätte mit Richtschwert und Galgen, das Landesarchiv und die Landesfahne der Herrschast Schellenberg, und der Platz unter der weitästigen Eiche sah die öffentlichen Gerichtsverhandlungen im Frühling und Herbst (Mai- und Herbstgericht, oder Zeitgericht), wo der Landammann inmitten seiner 12 Richter (Schöffen) öffentlich zu Gericht saß, über den armen Sünder den Stab brach, und wo die wehrfähigen Bürger des Eschnerberges zur Landsgemeinde, alle drei Jahre zur Wahl ihres Landammannes und der Richter mit Gewehr bewaffnet unter klingendem Spiel sich versammelten. Aber seit 1802 sah Rofenberg das alles nicht mehr. *) Im Jahre 858 oder 8KS war ein Valerius von Eschen in Grabs bei einem Kaufe Zeuge. Ob derselbe Pfarrer von Eschen oder ein Edler von, Eschen war, ist nicht sicher, Wartmann ll. 76,
        

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