I2Z — ihnen dieser Schnitz bei Verkauf der .Herrschaft von Graf Karl Ludwig zu Sulz dergestalt nachgelassen wurde, daß sie fürder- hin nichts weitere/als die Reichs- und Kreisnmlagen schuldig sein sollen. Dieserwegen haben sich die ilntertanc» „ganz ver- bottener weiß zuesaininen Rottieret v»d, verbunden", diesen Schnitz keineswegs mehr zu gebe»; hierauf erging ein Schreiben des Grafen K. von .hohenems an den Grafen zu Sulz mit dem Anhang, daß er sich allenfalls durch Abzug an dem Kauf- jchilling behelfen wolle, wornach sich der Graf zu Sulz per- sönlich in die. Grafschaft Vaduz verfügt, die Leute auf das Schauer Ried zusammen beruft nnd ihnen nach Verweisung ihres Anfüge» soweit zugeredet, daß sie zur Verhütung von Weitläufigkeiten bewilligen, sür sich uud ihre Rachkommen den Grafen von Hohenems, ihren jetzigen .Herren, zu ewigen Zeiten 860'Guldeu l Batzen 5 Pfennig je zur .Hälfte anf Georgi und Martini aus einer .Hand zn erlegen, mit dem Vorbehalt, daß sie den Schnitz „auf ein Neues under einander, ahn- und dem Vermögen nach auflege» mögen" und bezügliche Irrungen vor ihren Vogt uud Beamten zur Entscheidung bringen. Da- gegen verspricht der Graf, die Untertanen bei Erlegung dieser Gült verbleiben zu lassen fürderhin, „es werde im Reich gleich viel oder wenig bewilligt, keineswegs zu steigern^ sie auch, gegen wohlgedachtem Reich, dem Schwäbischen Kreiß, der Vorbehal- tung deß Cammergerichts, vnd Schwäbischer Grafen uud Herren Collegio genzlich zu enthebe», vnd zuuertreleu, auch in allweg Schadloß zue haltten." Auf Zusprechen des Grafen zu Sulz, untertäniges uud flehentliches Bitten uud Verheißen der Unter- tanen, daß solches nicht mehr geschehe, wird diesen die hohe Strafe für „Zusammeulauffung, Rottierung vnd Verbindung" den Schnitz betreffend aus Gnaden nachgesehen mit dem An- hang, daß die Autertauen einander deswegen „nichts verheben oder aufrupfen", sondern sich in Ruhe lassen sollen. Dieser Brief wurde doppelt ausgefertigt. Siegel des Grafen von Koheneiiis (beschädigt), des Gcrichtsan'.manns Thomlin ^ampvcirt (öiegclbild: ein .Hufeisen, mit der Oeffnuiig nach unten) und des Edle» Caspar von Ranischwag, Vogts aus Gutenberg, hängen an der Pergunientnrkimde. — Vgl. Kaiser-Büchcl S. 
N8. IslO
        

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