IX. Maria Theresia Herzogin von Savoyen, geb. Fürstin v. Liechtenstein. iese jüngste der Töchter des Fürsten Johann Adam war eine Frau, die in gleicher Weise wie durch den Adel ihrer Geburt, so auch durch den Adel ihres Herzens hervorragte. Im, wirtschaftlichen Sinne ihrem Vater gleich, erinnert sie durch ihre unbegrenzte Freigiebigkeit und Caritas an die hl. Elisa- beth von Thüringen. Durch viele wohltätige Stiftungen hat sie ihren Namen ver- ewiget. Davon seien hier nur die wichtigsten erwähnt. Sie stiftete eine adelige Nitterakademie zur Heranbildung des ärmeren Adels. Diese 
Stiftung ist jetzt das Theresianum. Sie gründete für verarmte Töchter des Adels das adelige.Damenstist, das heute noch besteht und eine Art 
Kloster ist. Sie fundierte am Stephansdom zu Wien vier Domherrnpfründen, da die vorhandenen nicht ausreichten. Sie spendete große Summen an Anstalten der Wohltätigkeit, . für Arme, Kirchen und Klöster. Sie war vor allem eine Wohltäterin der Armen und eine wahre Mutter ihrer Untertanen. In den Iahren des Hungers, der Pest und des Krieges hatte sie Gelegenheit genug zu Werken der Barmherzigkeit. Der Krieg hatte besonders ihre Herrschaften heimgesucht. So wurde die berühmte Schlacht von Kolin, wo die Oesterreicher mit den vom Fürsten Wenzel Liechtenstein ver- besserten Kanonen die Preußen besiegten, auf ihrem Boden geschlagen. Sie stiftete in Schwarz-Kosteletz ein Armenhaus, in dem 24 Arme unentgeltliche Llnterkunft fanden. Der Schloßkaplan von Kosteletz hatte die geistliche Leitung dieses Hauses. Sie machte auch eine Stiftung zugunsten ihrer durch Elementar- schäden betroffenen Antertanen. „Als haben wir aus purer mütter- licher Zuneigung und Gnade gegen unsere auf solche Art in Llnglück und Armut verfallende Untertanen gnädigst entschlossen für diese unsere fünf böhmischen Herrschaften ein Kapital zu 22206 Gulden zu schenken".
        

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