- 86 - und unbefleckten Jungfrau Mutter Gottes Maria samt allen Keiligen/ und ersuchen Ansere Erben, daß, nachdem die Seel von dem Leib verschieden sein wird, daß Sie den Leib in der Kirche bei Anser lieben Frau zu Wranau, welche weil Herr Fürst Maximilian von Liechtenstein fundiert hat, dem katholischen Brauch nach begraben lassen, und dieses ohne sonderbaren Pomp und Pracht, ganz schlicht und in der Stille. Jedoch werden die von Ans benannten Erben verbunden sein, sür Ansere arme Seele gleich nach Anserem Tod zehntausend Seelen- messen lesen zu lassen und überdies fünftausend Gulden unter die armen Leute auszuteilen, damit sie sür Ansere Seel fleißig beten." „Ferner wollen wir hiemit Ansere Erben ausdrücklich und am kräftigsten verbindlich machen und zwar diejenigen, welche eine meiner Herrschaften in den Besitz bekommen, daß sie jährlich und für ewig eine Summe Geld geben, nämlich von der Herrschast Kostelez 1500 fl., von Notenhaus 1500 fl., von Landskron 1500 fl., von Göding 1500 fl., von Sternberg 1500 fl., von Lundenburg aber 800 fl. Diese Posten sollen in zwei Teile geteilt werden und die eine Hälfte wird in die jeder Herrschaft nächstgelegenen Klöster zu geben sein, damit soviel die Summe austragen wird, für Ans und Anseren Familie Abgestorbenen Seelenmessen gelesen werden. Die andere Hälfte aber soll unter die Hausarmen in jeder Herrschast ausgeteilt werden." Aeberdies, testierte der Fürst für das Jnvalidenhaus 10 000 fl., für jede der drei Wiener Pfarrkirchen 10 000 fl, für Errichtung eines Kapuzinerklosters in Böhmen 30 000 fl. Sein großartiges Testament enthält noch viele kleinere Legate und Stiftungen.
        

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