VIII. Fürst Johann Adam Andreas. ieser ist uns bekannt als unser erster Landesherr aus dem Kaufe Liechtenstein. Er gehört auch zu den bedeutendsten Mitgliedern desselben. Er war vor allem ein Finanzgenie sondergleichen. Im Gegensatze zu seinem Vater Karl Eusebius, 
der sich mit alchymisti- schen Sonderbarkeiten abgab, war Kans Adam, wie er gewöhnlich genannt wurde, ein sehr praktischer Kaüsh alter. Dein Rate seines Vaters folgend, nahm er nie ein Kofamt an, wenn er auch ab und zu dem Kaiser in der Politik einen Dienst erwies, sondern 
widmete sich ganz der Verwaltung seiner sehr reichen Besitzungen. Gleich nach dem Tode seines Vaters schloß er dessen alchymistisches Laboratorium in Feldsberg und entließ den Freiherren Wolsgang Ferdinand von Schellenberg, der 15 Jahre lang bei Karl Eusebius alchymistische Versuche gemacht hatte. Johann Adam hatte eine vorzügliche wissenschaftliche Ausbil- dung erhalten und große Reisen in fast alle europäische Staaten ge- macht. Schon mit 19 Iahren vermählte 
er sich mit der Fürstin Edmunda v. Dietrichstein. Im Jahre 1684 trat er die Regierung seines Kaufes und die Verwaltung seiner Güter an. Er besuchte vorerst alle seine Besitz- ungen, untersuchte alle Verhältnisse eingehend, entließ die vielen unnötigen Beamten, und ordnete an, was zur Verbesserung der Wirtschaft nötig war. So gelang es ihm in kurzer Zeit die 800 OOV Gulden vom Vater übernommenen Schulden zu tilgen und in ver- hältnismäßig wenigen Iahren viele Käufe zu machen, von denen hier nur die wichtigsten erwähnt seien. Im Jahre 1867 kaufte er einen Güterkomplex in der Rossau bei Wien, wo er einen Palast und eine Reihe von Käusern an einer neu angelegten Straße erbaute, welcher Stadteil denn auch den Namen Liechtental erhielt.
        

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