- 8l - , Dafür hatte er an seinem Kaiser (Ferdinand II.) einen sehr dankbaren Kerrn. Dieser schenkte ihm als Ersatz für die großen im Kriege erlittenen Verluste, für die dem Kaiser geliehenen großen Sumnien und zum Lohn für seine stets bewährte Treue, Gebiete im Werte von 600 000 Gulden. Aeberdies wurde ihm Troppau sicher- gestellt und auch das diesem benachbarte .Herzogtum Jägerndorf als erbliches Mcmnslehen überlassen. Die Troppauer 
hatten sich auch den Nebellen angeschlossen. Nun niußten sie zum Kreuz kriechen und dem Fürsten Karl als ihrem .Herzog huldigen. Der Kaiser ließ ihnen melden, es sei sein letzter umd ernst- licher Befehl, daß die troppauischen Landstände ohne alles Widersetzen ihre fürstliche Gnade, den Fürsten von Liechtenstein, als ihren rechten, natürlichen Landesvater und Kerrn aufnehmen und Ihrer fürstlichen Gnaden die schuldige Erbeidespflicht und Kuldigung leisten. Die Briefe des Kaisers an den Fürsten Karl tragen die Adresse: „Dem Kochgebornen Anserm Oheim, Fürsten und lieben getreuen Karl, Negierer des Kaufes Liechtenstein von Nikolsburg, Kerzog zu Troppau und Iägerndorf, Anserem geheimen Nat und Kämmerer." Zu den kaiserlichen Schenkungen kamen durch Kaufnoch vieleandere wertvolle Besitzungen, Städte, Märkte, Schlösser und Güter allerlei. Nachdem der Fürst schon seit längerer Zeit gekränkelt hatte, starb er im Jahre 1627 erst 57 Jahre alt. Sorgen und Arbeiten hatten seine sonst kräftige Natur vorzeitig aufgerieben und die Nach- richt von der Verwüstung seiner schlesischen und mährischen Güter durch Wallensteins Soldateska soll mit die Arsache seines unerwarteten Todes gewesen sein. Seine Leiche wurde später in der Wallfahrts- kirche zu Wranau in Mähren beigesetzt, wo sein Bruder Max die Familiengruft gestiftet hatte. Die Gemahlin des Fürsten war ihm im Tode vorausgegangen. Er hinterließ den Sohn Karl Eusebius, welcher der Vater des Fürsten Johann Adam Andreas wurde, der die beiden Kerrschaften Schellen- berg und Vaduz erwarb. Außer diesem hatte Fürst Karl zwei Töchter, von denen Anna Maria den Grafen Max von Dietrichstein und Franziska Barbara den Grafen Werner Tilly, den Neffen des berühmten Feldherrn gleichen Namens, heiratete. Quellen: Briefe an den Kerrn und Fürsten Karl im fürstl. liechtenst. Archiv und Jakob v. Falke, Geschichte des fürstl. Äauses B. 2.
        

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