VII. Karl von Liechtenstein. iner der größten Vertreter des Hauses Liechtenstein war Karl. Durch ihn erhob sich das Haus zu bleibendem Glänze, wie auch er von Stuse zu Stufe stieg. Zeugnis davon geben die vielen im fürst- lichen Archiv vorhandenen Briefe, die er von den Päpsten Klemens VIII. und Paul V., von den Kaisern Rudolf II., Mathias und Ferdinand II. und vom Herzog Maximilian von Bayern erhalten hat. Aus seinem inhaltreichen Leben seien hier nur die wichtigsten Ereignisse kurz angedeutet. Karl wurde im Jahre 1569 als der älteste Sohn Hartmanns von Liechtenstein geboren und im evangelischen Glauben, dem damals noch alle Mitglieder des Hauses anhingen, erzogen. Seine Studien machte er bei den Mährischen Brüdern zu Eibenschütz und dann in Genf. Als Haupt des liechtenst. Hauses erhielt er im Jahre 1596 vom Kaiser Rudols II. die Belehnung mit den Familiengütern. Er war Kriegshauptmann und Mitglied der mährischen Regierung, zu her nur Protestanten zugelassen wurden. Durch den Bischof von Olmütz und besonders durch den Kardinal Franz von Dietrichstein, erstarkte die katholische Partei durch zahlreiche Aebertritte. Auch Karl von Liechtenstein und seine Brüder, sowie deren ganze Familien traten nun zur katholischen Religion über und blieben deren treueste Anhänger und Beschützer. Auch auf ihren Besitzungen wurde der katholische Glaube zum alleingttltigen gemacht. Dafür, erhielt Karl von den oben erwähnten Päpsten wiederholt dankbare Anerkennungsschreiben. Karl war auch ein sehr guter Haushalter, so daß es ihm mög- lich wurde, dem Kaiser in seinen vielen finanziellen Verlegenheiten mit großen Summen zuHilfe zu kommen. Am die Familie vor großen Verlusten zu bewahren, errichtete er mit seinen Brüdern ein Fidei- komniiß, d. h. einen Familienvertrag, wornach alle Güter der Familie ein unveräußerliches Gemeingut wurden, und der Erstgeborene in der Linie des Erstgeborenen der Regierer des Hauses wurde.
        

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