- 74 - den Türken die Herren genannt) 3 Tzauschen, welche bei ihnen ge- braucht werden wie bei unseren Fürstenhöfen die Kommissarien, samt 3 Ianitscharen. Dieselben fuhren mit ihren Dienern auf 7 Kutschen yd er ritten zu Rost. Wie Hans von Löwenklau, den Heinrich von Liechtenstein früher auf einer Reise in Burgund kennen und schätzen gelernt hatte und zu seinem Begleiter aus dieser 
Gesandtschaftsreise sich erbeten hatte, weiter berichtet, 
entledigte sich der Gesandte seiner Aufgabe in voll- kommener Weise. Das Nähere darüber wird nicht gemeldet. Leider erkrankte der Gesandte in Konstantinopel schwer, nachdem er sich schon auf der Hinreise unwohl befunden hatte. Daraus dürfte der lange Ausenthalt in der Stadt zu erklären sein. Am 18. Oktober betrat die Reisegesellschaft Konstantinopel und erst am 12. Dezember entließ der Gesandte den größten Teil derselben mit Kutschen und Pferden in die Heimat, da er 
für sich selbst die Genesung abwarten wollte. Am 19. Jänner des folgenden Jahres (1585) starb sein Bruder Georg Hartmann, der schon bei der Abreise von Wien krank war aber es nicht beachtete. Da beschloß der Gesandte im Frühling, aus dem Wasserwege die Heimreise anzutreten und per Schiff um Griechenland herum nach Venedig zu fahren. Am 13. April fuhr er bei Gallipoli an in der Meerenge des Hellesponts. Hier mußte 
er sich ans Land tragen lassen, da die Schwäche über- Hand genommen hatte und nach drei Tagen, am 16. April starb er daselbst „in stetem Beten und Anrufung Gottes", wie der Bericht lautet, erst 30 Jahre alt. Löwenklau ließ den gelehrten griechischen Mönch Dionys, den Vorsteher der christlichen Kirche zu St. Markus in Gallipoli, kommen und von ihm die Grabschrist für den Verewigten in griechischer, lateinischer, italienischer und deutscher Sprache versassen, „damit die Stelle des Begräbnisses so lange möchte ihm und anderen bekannt bleiben, bis von den Herrn Brüdern, den Herren Georg Erasmus und Hans Septimius von Liechtenstein, dem Verewigten Herrn ein Monument seiner Tugend und Frömmigkeit gemäß errichtet werde." Diese Grabschrift lautete: Im Jahre 1585 nach der Christen Zahl am 16. 
April ist seliglich aus diesem zum ewigen Leben ver- schieden der Wohlgeborene Herr Heinrich von Liechtenstein von
        

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