— 62 - Das Lager dieses Tages war zu Klein-Bukowar, wo wir die erste Karawanserei zur Kerberge hatten. Anter- wegs haben wir gesehen ein altes Schloß auf einem sehr hohen Berg, das vor Iahren der türkischen Kaiser Brustwehr gewesen sein soll zur Bekriegung der Krone Angarn. Die Landschaft von Belgrad aus heißt Serwici (Serbien), nicht ein schlechtes Land, wenn es angebaut wäre. Da findet sich ein so vernach- lässigtes Wesen, daß in 5 oder 6 Meilen wenig Leute zu seheu sind, also daß zwischen den gemeinsamen Karawansereien nicht leicht Einwohner gesunden werden. And sind auch die Kara- wansereien selbst so schlecht eingerichtet, daß sie mit unseren Ställen nicht zu vergleichen sind. (Karawanserei ist eine geräu- mige .Herberge). 20. 
Sept. Die andere Tagreise zu Land ging gegen Groß-Bulkowar, 21. „ die dritte gegen Wad aschin oder Badotschin, die vierte nach 22. „ Iagodna. Dieses ist ein schöner Markt oder ein offenes Städtlein und hat etliche von Stein erbaute Karawansereien. Es sind dort auch zwei schöne Moscheen. In der oberen liegt ein Beg mit seinem Sohne begraben. Bei der Moschee hat es auch einen Brunnen, wo sich die Türken waschen ihrem Brauche nach, ehe sie in den Tempel gehen. Es hat auch sonst im Markte zwei Brunnen, aber nicht gutes Wasser, wie wir noch bisher nicht mehr als zwei Brunnen mit Wasser gesunden haben. Sie sind gleichwohl schön gebaut und mit Steinen eingefaßt, so daß man die Wasserstube nicht sieht und dringt das Wasser durch eine Röhre in einen steinernen Kasten, der in das Gemäuer gehauen ist. And auf diese Form sind alle türkischen Brunnen gemacht. In diesem Markt hats auch ein hübsches Bad, worin ich gebadet habe. Es ist aber nur zum Schwitzen dienlich und nicht mit Wasser eingerichtet, wie das zu Ofen. Sonst hat es noch sast in allen Flecken, durch welche wir bisher gereist sind, gar feine Bäder. Denn diese vier Stücke: Bäder, Brunnen, Moscheen und Karawansereien bauen die Türken am allerbesten. Dieses Tages war im genannten Markt eine türkische Koch- zeit. Da hab ich gesehen, daß sie zu ihrer Mahlzeit ein ganz großes Schas gebraten haben. In der Nacht sind die Türken von der Kochzeit mit einem von Tuch gemachten Kamel, viel
        

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