VI. Wie Heinrich von Liechtenstein als Gesandter des Kaisers Rudolf I. seine Reise nach Konstantinopel an den Sultan Amurat im Jahre 1584 gemacht hat. (Vorbemerkung: Kaiser Rudolf II. hatte mit dein Sultan einen achtjährigen Waffenstillstand geschlossen, mußte aber denselben durch eine jähr- liche große Leistung an Geld und an kostbaren Geschenken an den Sultan und seine Minister und Generäle erkaufen. Den Auftrag diese Abgabe nach Kon- stantinopel zu bringen, hatte im Jahre IZ84 Heinrich v. Liechtenstein über- nommen, sie betrug 74 829 fl. an Geld und Kostbarkeiten im Werte von 9 183 fl. Der üeberbringer war Kämmerer des Erzherzogs Mathias, des späteren Kaisers. Er erhielt eine genaue Instruktion für seine Reise, die er zum großen Teil zu Schiff auf der Donau zu machen hatte, wobei er die in den Haupt- städten residierenden Statthalter besuchen und ihnen die bestimmten Geschenke überweisen, auch sie vor feiudlichen Aeberfällen in österreichisches Gebiet warnen mußte. Er hatte eine seiner Würde als kaiserlicher Gesandter entsprechende Zahl von Beamten und Dienern bei sich. Einer derselben, Milchior Besolt, hat die Reise von Wien bis Konstantinopel beschrieben. Wir bringen hier diese Beschreibung, die geschichtlich und kulturgeschichtlich sehr interessant ist, im Wortlaut; nur daß wir da und dort, besonders bei Titulaturen etwas kürzen und fremde Ausdrücke durch neuere, bekanntere ersetzen. Bemerkt sei noch, daß Heinrich v. Liechtenstein wie auch sein im Gefolge mitreisender Bruder Georg Kartmann die Äeimat nicht wieder sahen. Es lohnt sich diese Reise auf der Landkarte zu verfolgen). Im Jahre 1584 hat S. Majestät, Kaiser Rudolph II. zum Legaten bestellt, in jenem Jahre die Präsente zur hohen Pforte (an den türkischen Sultan) zu liefern, den wohlgebornen Herrn Heinrich v. Liechtenstein zu Nikolsburg, Kämmerer des Erzherzogs Mathias. Als wohlgedachter Herr die Präsente und auch anderes zu solcher Reise Notwendiges von S. Majestät empfangen
        

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