V. Wie Herr Georg v. Liechtenstein im Jahre 1512 die Feste Hohenkrä'hen einnahm. (Quellen: Cyriakus Spangenberg. Adelsspiegel 1594 II. 2.?4 Spiegel der Ehren des Erzh. Österreich 1668 VI. XV. Cap.) Die Feste Kohenkränen erhob sich bei dem Städtchen Engen im badischen Oberland, unweit des Bodensees, aus einem schroff abfallenden Felsen und galt vor der Einführung der weittragenden Kanonen für uneinnehmbar. Sie war darum das geeignete Nest sttr die Raubritter. Solche saßen darauf im Jahre 1512, weshalb Kaiser Maximilian die Burg zerstören ließ. Unter den Leitern des schwierigen Unternehmens war auch Georg v. Liechtenstein. Was von ihm die Chroniken erzählen, sei hier in der Sprache jener Zeit wiedergegeben. George v. Liechtenstein ist ein Oberster mit in Jtalia gewesen im Krieg wider die Venediger, als Herr Georg v. Freundsberg vor Terwiß gelegen (1511), und hat auch das ganze Friaul dem Kayser Maximiliano zum besten wieder einnehmen helfen. Anno 15 l2 ist er als aberster Kauptmann mit des Schwäbischen Bundes Macht neben Kerrn Georgen v. Freundsberg auf Kaysers befehl vor Kohenkrayen im Kegau gezogen, darauf sich Christof Kausner, der Reichsstadt Kaufbeuren Feind, aufgehalten, dasselbige beschossen, gewonnen und geschlaift. Ein Schwäbischer vom Adel, Stefan Kausner, buhlte um eine erbare Bürgerstochter zu Kaufbeuren uud ließe sich soferne mit ihr ein, daß er einiges Versprechen von ihr erhielte. Als sie nachmals, da er- ihrer zur Ehe begehrte, sich weigerte, forderte er sie gen Augs- burg vor das geistliche Gericht; da wurde sie aber von ihm ledig gesprochen. Er machte zwar hierauf allerhand anschlüge, sie zu ent- führen, deren keiner aber von statten gehen wollte. Endlich, weil er mit güte nichts erlangen konnte, hängte er an sich etliche arme Edel- leute und erhielte insonderheit von dem Friedinger im Äegau, daß
        

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