— 42 — Die Schicksale dieses Bischoss von Trient erinnern lebhaft an die sehr ähnlichen seines Nachbars, Zeitgenossen und Kollegen zu Chur, des Bischofs Hartmann II. Auch dieser hatte vou demselben .Herzog Friedrich viel zu leiden, wurde lauge auf der Schattenburg bei Feldkirch und einmal auch in Tirol gefangen gehalteil. Auch Bischof Hartmann benutzte die Acht des Herzogs zur Wiedererlan- gung seiner Besitzungen iin Vintschgan. Mit dem Herzog Ernst da- gegen stand er gut wie auch der Bischof von Trient. Auch des Churer Bischoss Regierung war mit fortwährenden Fehden ange- füllt. Aber einen Vorteil hatte er vor seinein Kollegen von Trient. Er war in seiner Bischofstadt Chur in hohem Ansehen und fand bei ihr stets bereitwillige Hilse, wessen Bischos Georg von seinen Trientinern leider sich nicht erfreute, sowenig wie sein Nachfolger, die mit ihnen wie mit den Herzogen zu kämpfen hatten. Nicht umsonst wässerte den Herzog in seinen Geldnöten das reiche Bistum Trient. Im Statthalterei-Arcyiv zu Innsbruck liegt ein Verzeichnis der Lehen, die der Bischos in den ersten 16 Jahren seiner Regierung verliehen hat. Manche Lehen werden nicht in diesem Zeitraume neu verliehen worden sein. Dennoch erreichten diese Verlei- hungeil die Zahl 340. Manche dieser Lehen enthielten eine große Zahl voll Grundstückcu, Häuser, Weingärten, Accker, Zehnten usw. Eine große Zahl adeliger Familien gehörten zu den Lehen- trägern des Bistums, z. B. die von Firmian, v. Arz, v. Rotenburg, v. Runkelstein, v. Spauer, v. Brandts, v. Leuenburg, die Fuchs v.Fuchs- berg, v. Thun, v. Liechtenstein (eine Burg im Fleimstal), v. Predell, v. Villanders, v. Rcmpach, v. Starkeilberg, v. Baiersberg, v. Andrian, v. Gufondaun, v. Caneid, de Spore, de Corodo, v. Ginz, v. Winkl, v. Areo, v. Grcifenstein, v. Kastelbarko, de Stenicv, de Zocolo, de Lodron, de Calpinis, de Bellcnzanis, de Castrocampi, de Sant Hypolito, de Turri, de Gonzaga (von Mantua) usw.
        

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