uf Einladung eines vorbereitenden Komitees versammelten sich am 10. Februar 1901 in Vaduz 45 Geschichtsfreunde des Landes 
behufs Gründung eines historischen.Vereines sür das Fürstentum Liechtenstein. 22 Herren, die verhindert waren, persönlich an der Versammlung teilzunehmen, hatten brieflich ihren Beitritt erklärt. Herr Dr. med. Albert Schcidler begrüßte die Anwesenden und schilderte den idealen Zweck des neu zu gründenden Vereins; derselbe solle mit dem nun begonnenen neuen Jahrhundert ins Leben treten und berufen sein, die Geschichte unseres Heimatlandes und unserer Vorsahren in den vergangenen Jahrhunderten zu erforschen und den Heimatschutz zu Pflegen, was in § 1 der Statuten festgelegt ist: „Der historische Verein des Fürstentums Liechtenstein verfolgt den Zweck, die vaterländische Geschichtskunde zu fördern und zur Erhaltung der natürlichen und ge- schichtlich gewordenen liechtensteinischen Eigenart den Heimatschutz zu pflegen." In den Vereinsvorstand wurden gewählt: als Vorsitzender Dr. Albert Schädler, als Schriftführer Landesvikar und Kanonikus I. B. Büchel, als Kassier Oberlehrer A. Feger und als weitere Mitglieder fürstl. Kabinettsrat Karl v. In der Maur und Egon Nheinberger, welch letzterem auch die Funktionen eines Konservators übertragen wurden. Von ganz besonderer Bedeutung für den jungen Verein war das große Interesse, welches der regierende Landesfürst Johann demselben entgegenbrachte und noch immer entgegenbringt, was beson- ders der Llmstand bekundet, daß das fürstl. Familienarchiv zu einschlä- gigen Studien zugänglich ist. Seine Durchlaucht sind als Mitglied mit einem Jahresbeitrag von 200 Kronen dem Verein beigetreten. Ebenso ehrend für den Verein war der Beitritt zu demselben von folgenden Mitgliedern des fürstlichen Hauses: Prinz Franz senior, Fürst Alfred, Prinz Franz junior, P rinz Io h ann, Prinz Karl, Prinzessin Elisabeth, Prinz Alois und Prinz Friedrich, welch hohe Herrschaften den Verein mit Geld- vergabungen bedachten und noch bedenken. Der Landtag bewilligte dem Vereine im Hinblicke auf dessen patriotischen Zweck bis aus weiteres eine jährliche Landessubvention von 200 Kronen. Am Schlüsse des ersten Vereinsjahres zählte der Verein ein- schließlich der Gemeinden 79'Mitglieder, wovon 38 heute noch dem Verein angehören. Mit Ende des fünfundzwanzigsten Vereinsjahres
        

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