— 25 — bürg bei Feldkirch, aus der er nach 10 Monaten nur durch ein hohes Lösegeld befreit wurde. Auch mit den gewalttätigen Vögten von Matsch im Vintschgau hatte der Bischof fortwährende Anstünde. Der Bischof von Trient ward nun zum Schiedsrichter bestellt in den Forderungen, die der Churer Bischos wegen der erlittenen Gewalttat an die Herzoge und an die Vögte von Matsch stellte. Am 8. November 1406 fällte er den Spruch: Die Herren von Tirol sollen den Bischof von Chur in seinen Rechten schirmen und der Bischof dem Herzog dienstlich sein. Alle früheren Bundesbriefe der beiden Parteien bleiben in Kraft. Der Bischof Äartmarm soll sein Lebtag haben jährlich 1000 fl. von dem Zoll ab dem Lueg in der Grafschaft Tirol, was ihm unter keinem Vorwand je abgesprochen werden darf, außer wenn ihm sein Besitz im Walgau wieder zurück erstattet würde. Alsdann sollen dem Herzog Friedrich die Ergötzungs- briefe wieder zurückgegeben werden, die er dem Bischof nach der Gefangenschaft gegeben hatte. Ferner hat der Herzog dem Bischof zu zahlen 3000 fl. bis Iörgi folgenden Jahres. Der Schaden, den die Herzoge durch die Beute des Bischofs im Vintschgau und der Bischof von den Oesterreichern und denen von Matsch erlitten haben, sollen gegenseitig als ausgeglichen gelten. Alle Leute der beiden Herren kehren wieder an ihre Herren zurück. Mit dem Jahre 1407 brach über den guten Bischof von Trient eine überaus leidensvolle Zeit herein. In der Stadt Trient brach am 2. Februar die Revolution aus. Die Trientiner strebten nach völliger Unabhängigkeit, was der Bischof ihnen wehrte. Nun wollte man sich an ihm und besonders an seinen Beamten rächen. Die maßgebendsten derselben ergriffen die Flucht. Als der Bischof von dem Aufruhr hörte, kam er selbst von dem Schlosse herab zum Volke, um durch persönliches Zureden dasselbe zu beschwichtigen. Er versprach die Rechte der Stadt fürderhin schützen zu wollen und übergab den Trientinern am folgenden Tage eine dahin lautende Arkunde. Auch übergab er ihnen vier Burgen und die Obhut der Tore und Türme der Hauptstadt. Das Volk von Nonsberg erhielt ebenfalls die Erweiterung seiner Freiheiten, trotz- dem es mehrere Burgen zerstört hatte. Aber der Bischof traute seinen Trientinern nicht; auch war ihm der unter Drohungen abgerungene
        

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