— 24 — Viskonti von Mailand Krieg und entriß ihnen Riva mit den Ge- meinden Tenno und Ledro, die dem Trienter Bischof gehörten, aber in den Händen des Herzogs von Mailand gewesen waren. Auch mit den Herren von Arco, die auf der Seite Mailands standen, führte er einen sechsjährigen Krieg; seine Truppen besiegten sie endlich. Dann kam es zu einem Frieden, durch den die Besiegten das Verlorene wieder als Lehen vom Bischof erhielten. Auch mit den Herren von Castro- nuovo hatte der Bischof eine Fehde, bis der Fürst Franz von Carrara den Frieden vermittelte (30. Mai 1404). Der Bischof hielt sich damals-in Riva auf wohin der Fürst selbst kam und den Jakob von Castronuovo, den Sohn des vom Bischos gefangen gehaltenen Sico von Castronuovo bei sich hatte, der um die Befreiung seines Vaters sich bemühte. Der Bischof verzieh dem Rebellen, entließ ihn der Haft; dieser mußte aber mit seinem Sohne innert Monatsfrist in Trient vor dem Bischof erscheinen und den Vasalleneid leisten, sür dessen Befolgung der Fürst von Carrara Bürgschaft leistete. Die übrigen Gefangenen wurden beiderseits frei gegeben. Der Bischof befreite auch alle Betroffenen von der Strafe des Bannes. Die von Castronuovo hatten dem Bischof auch 6000 Golddukaten zu leihen, wofür der Empfänger eine Schuldurkunde auszustellen hatte. Innert 6 Jahren sei diese Schuld zurück zu zahlen und unterdessen für die Interessen des Bistums zu verwenden. Aiiter dem gleiche« Datum (30' Mai 1404) errichtete der Bischof die Arkunde, durch die er den Sico von Eastronuovo wieder in Gnaden aufnimmt und ihn und seine Söhne wieder in ihre Lehen einsetzt auf Fürbitte des Fürsten von Carrara. Mit den Herzogen scheint der Bischos bis dahin leidlich aus- gekommen zu sein. Der Herzog Leopold befahl im Jahre 1406 seinen, Hauptmann an der Etsch, den Bischof in der Zufuhr von Lcbens- mitteln nicht zu hindern. Im gleichen Jahre wurde der Bischof als Schiedsrichter be- stellt im Streite des Bischofs Hartmann von Chur mit dem Herzog Friedrich. Die österreichischen Autertanen in Fcldkirch hatten des Bischofs Herrschaften im Walgau widerrechtlich mit Krieg überzogen und arge Verwüstungen angerichtet. Als der Bischof diesen Frevel rächen wollte, kam er selbst in Gefangenschaft auf die Schatten-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.