— 23 zufügen wollte, und zwar auf eigene Kosten des Bischofs. Wenn der Herzog aber diese Hilfe außer Landes beansprechen wird, hat er diese Kosten zu ersetzen. Auch alle Schlösser des Bistums sind des Herzogs offene Häuser im Kriegsfalle. Auch soll der Bischof einen Hauptmann haben, der zur Herrschast Tirol gehört und keinen andern, wie es altes Herkommen ist, und soll er seine Festen nur mit Landleuten besetzen. Nach dem Tode des Bischofs sollen die Domherren keinen Bischof zulassen, ehe er dieses Bündnis beschworen habe, dasselbe gelte von der Aufnahme neuer Domherren. Auch die Trienter dürfen keinem anderen Bischof huldigen. Auch alle bischöflichen Beamten haben dieses Bündnis zu beschwören. Bei Eintritt der Sedisvakanz haben diese zum Herzog zu halten bis zur Ankunft und Eidesleistung eines andern Bischofs. Die Herrschaft zu Oesterreich habe dafür verheißen, daß sie als Erbvogt den Bischof und seine Nachfolger im Besiitze ihrer Güter und Schlösser und bei den geistlichen und weltlichen Rechten schirmen wolle. Sollten aber. Klagen darüber erhoben werden, daß dieser verheißene Schutz nicht geleistet werde, solle der Bischof nichts desto weniger verpflich- tet sein, seine Versprechung zu halten! Das ist doch eine förmliche Kapitulation, und es muß bös um die Lage des Bischofs Georg gestanden sein, da er sich .zu einem solchen „Bündnis" herbeilassen mußte! Als Bischof einer Diözese, die südlich vom Brenner lag, hätte Bischos Georg alle zwei Jahre nach Rom kommen sollen. Er machte aber diesen Besuch nicht persönlich, sondern sandte einen Vertreter und erhielt vom Papst im März 1400 wegen des Aufschubes des schuldigen persönlichen Erscheinens einen Absolutionsbries. Vom deutschen König Ruprecht erhielt er im Oktober 1401 die Erlaubnis, zur Bestreitung der Polizeikosten auch von den durch- reisenden Reitern und Fußgängern in der Stadt Trient eine Ab- gabe einzuheben, ausgenommen von Armen und geistlichen Personen. Der Herzog Leopold gab ihm im April 1403 die Feste Pergine als Psand für geliehene 3000 Dukaten. Mit den unbotmäßigen und mächtigen Vasallen gab es manche Fehde auszufechten. Im Jahre 1404 hatte der Bischof mit den
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.