dienstes. Bürgermeister und Rat von Wien wurden beauftragt, ̂dar- über zu wachen, daß diese Pflichten getreu eingehalten wurden, und daß die Kirchenzierden, welche von den Frauen des liechtenst. Hauses sür diesen Altar gestiftet wurden, gut ausbehalten und am Fron- leichnamstag bei der Prozession mit herumgetragen wurden. Die Arkunde ist gesiegelt vom Stifter Johann v. Liechtenstein, seinen Brüdern Hartneid (Hauptmann zu Görz) und Jörg (Kammermeister des Herzogs), ferner vom Bischof Jörg von Passau, Bischof Berch- told von Freising und dem Probst zu St. Stephan in Wien. Die drei Brüder Liechtenstein errichteten im Jahre 1391 ihr Fideikommiß, das vom Herzog Albrecht bestätigt wurde. Alle ihre Güter sollten ihr Gemeingut sein. Nun folgten gemeinsame Käufe von Gütern. Im Jahre 1393 erhielt Johann v. Liechtenstein vom Bischos von Briren die Hälfte der Feste Aichach in Tirol zn Lehen und iin folgenden Jahre vom Markgrafen von Mähren Feste und Markt Dürrenholz. Auch kauften die Liechtensteins das Haus Wachenau mit dem Dorf Fröhlichsdorf in Mähren. Herzog Albrecht verlieh im Jahre 139? der Gemahlin des Johann v. Liechtenstein, Elisabeth v. Buchheim, einen Teil an der Feste und Herrschaft Feldsberg, welches vorher ihr freies Eigentum gewesen und von ihr dem Herzog ausgegeben worden war. Sie vermachte diesen Besitz ihrem Gemahl und dessen Neffen v. Liechtenstein. In dieser Zeit war Johann v. Liechtenstein nicht mehr herzog- licher Hofmeister. Es war zwischen den Herzogen und dem Hause Liechtenstein ein arger Zwiespalt eingetreten so, daß die Herzoge sämtliche in ihren Ländern in liechtensteinischen Händen befindlichen Lehenherrschaften zu ihren Handen nahmen. Mehr noch! Der frühere Hofmeister Johann v. Liechtenstein und seine Neffen wurden ins Gefängnis geworfen. Der allein durch rechtzeitige Flucht auf freiem Fuß gebliebene junge Mathias v. Liechtenstein sah sich daher um Hilfe um und schloß mit den Feinden der Herzoge, nämlich mit dem Könige Wenzel von Böhmen und dessen Bruder, dem Markgrafen Johann von Brandenburg, und dem Herzog Stephan von Baiern am 9. Dezember 1394 ein Schutz- und Trntz-Bündnis. Diese drei Fürsten versprachen, den edlen Mathias v. Liechtenstein zu Nikols- burg mit seinen Gütern in Schutz zu nehmen mit ihrer ganzen Macht
        

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