II. Johann I. von Liechtenstein u. Nikolsburg ^iner der bedeutendsten Vertreter des Hauses Liechtenstein zu Ende des 14. Jahrhunderts war Johann I. (gewöhnlich Hans genannt) v. Liechtenstein u. Nikolsburg. Er wird gewöhnlich „der Hofmeister" genannt, weil er 30 Jahre lang dieses Amt beim Herzog Albrecht von Oesterreich bekleidete. Er war der fünfte von den acht Söhnen des Hartneid II. v. Liechtenstein-Nikolsburg. Vom 21. Jänner 1359 datiert seine Heiratsverschreibung zu Gunsten seiner ersten Gemahlin Agnes von Klingenberg. Darin ver- sprach er derselben als Morgengabe 900 Schock Prager Pfenninge und die Nutznießung der Burg Ringelsdorf, falls er vor ihr sterben sollte. Zu Bürgen setzte er seine zwei Brüder Georg und Hartneid. Mit den österreichischen Herzogen trat er im Jahre 1368 in Berührung, da er denselben (Albrecht und Leopold) wegen einer Schuld von 3000 fl. an einen Juden Bürge war. Am diese Zeit wurde er Hofmeister. Als solcher war er am 6. März 1370 zu Hall im Jnntal (Tirol) Zeuge, als die Herzoge Albrecht und Leopold dem Grafen Wilhelm von Montfort-Bregenz eine Schuldverschreibung von 10 000 sl. ausstellten. Im gleichen Jahre erwarb er eine für sein Haus wichtige Besitzung, nämlich den Kos zu Eis grub mit dem Turm und aller Zugehörung als Pfand von Artolf von Eisgrub. Schon im Jahre vorher hatte er die Herrschaft Falken st ein von Herzog Albrecht auf Lebenszeit als Pfand erhalten. Es war dies der Lohn für die vielen und großen Dienste, welche Johann v. Liechtenstein den Herzogen in ihrer fortwährenden Geldverlegenheit leistete, indem er ihnen aus Eigenem große Summen lieh oder bei anderen Anleihen besorgte. Die durch die ewigen Kriege verursachte Schuldenlast der Herzoge war so groß, daß sie sich nicht anders zu helfen wußten, als daß sie die Verwaltung ihrer Staaten
        

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