xsv. Aeber Wohltätigkeits-Stiftungen. ach einer amtlichen Zusammenstellung, die im fürstlichen Archiv liegt, sind die Stiftungen, die ihre Entstehung den Mitgliedern dieses fürstlichen Hauses verdanken, in der Tat so großartig, daß es eine schwierige Ausgabe wäre, auch nur die jährlichen Auslagen für dieselben genau zu berechnen. Die jährlich für die fürstliche Familie zu haltenden Aemter und Messen zählen nach tausenden. Die jährlichen Ausgaben an Geld sür Armenzwecke und Psründen gehen in die Hunderttausende. Dazu kommen die jährlichen Leistungen an Naturalien. Es seien hier nur einige Beispiele erwähnt. An das Spital in Feldsberg wurden testiert jährlich 122 KZ- Schmalz, 6 nl Mehl, 32 nl Waizen, 64 nl Korn, 14 b.1 Kuchelspeis, 336 Karpfen, 17 KI Wein, 117 nl Bier, 1344 Heu, 340 Km Holz, an Geld 
215 Kr. und 300 Dukaten, 200 fl für 2 Freibetten. An das Kaunitzer Spital (Armenhaus) jährlich abzuliefern: 236,5 KZ- Rindfleisch, 93,5 Butter, 13,6 nl Waizen, 26 KI Korn, 11 nl Gerste, 41 Km Holz, 66,5 Ellen Leinwand, 
183 Kr. an Geld. Aebcrdies sür 7 Psrllndner jedes dritte Jahr eine neue Montur. Für das Spital in Neuschloß, wo 20 Psründner unterhalten werden, wurde ein Kapital von 15000 Thalern ausgeworfen und wird jährlich ein Almofen an Korn gegeben. Auch in den anderen Spitälern und Armenanstalten ist eine große Zahl von Freiplähen gestiftet worden. Es bestehen auch Fondationen für neu errichtete und aufge- besserte geistliche Pfründen, ebenso für Schulen und Lehrer. Es werden jährliche Abgaben an Opferwein und zur Unter- haltung des ewigen Lichtes in verschiedenen Kirchen entrichtet. Für Liechtenstein sei nur erwähnt, daß laut uralter Obserwanz der Pfarrer von Vaduz 823 I Rotwein und für die Verpflegung der Kapuziner 
28 Kr und in natura 11 I Rotwein und 6 I Weißwein erhält. Der Hofkaplan bezieht 6 Klafter Buchenholz, der Hofkaplan von Schaan 411 I Wein, der Meßner in Vaduz 50,9 I Weiß- 45,6 I Rotwein, die Kirchensänger 22,6 I Rotwein und die Patres Kapuziner 
26,25 Kr und 41 I Weißwein.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.