— 109 — Zur Tertiogenitur kamen: 1. Neulengbach (Niederösterreich). Diese Herrschaft kaufteFürstJohannI.von den Grafen V.Fries. 2. Plankenberg. 3. Totzenbach. Im Jahre 1893 nach dem Ableben des Prinzen Karl fielen diese drei Besitzungen an Se. Durchlaucht den Prinzen Franz sen. Das Schloß Neu-Lengbach stammt aus dem 13. Jahrhundert., Es scheint das stärkste der Gegend gewesen zu sein, weshalb mehrere Stifte und Herrschaften sich das Recht erkauften, zu Kriegszeiten ihre Wertsachen dorthin bringen zu dürfen. 4. Wartenstein. Dieses Gut samt Schloß kaufte im Jahre 1885 die Schwester des regierenden Fürsten Ihre königliche Hoheit Prinzessin Therese von Bayern und im Jahre 1905 trat der Fürst dasselbe an seinen Herrn Bruder Durchlaucht Prinz Franz sen. ab. Es liegt in Niederösterreich. Zur Quartogenitur kamen: 1. Nosegg wurde im frühen Mittelalter erbaut, und, nachdem es eine Ruine geworden, um 1630 neu erbaut und ging von Hand zu Hand, bis im Jahre 1831 Fürst Johann I. es kaufte und seinem vierten Sohne Friedrich übergab. Als dieser anno 1885 starb, kamen die Güter zu Nosegg und Rosenbach an den ältesten Sohn seines Neffen Alois, den Prinzen Friedrich v. Liechtenstein. Das neue, nächst dem Orte Nosegg an der Drau stehende Schloß wurde 1775 im italienischen Villastil erbaut. 2. Viktring und Truttendorf in Körnten. 3. Gut Liechtenstein in Steiermark. Die im Jahre 1268 zerstörte Burg Liechtenstein gehörte schon im 11. Jahrhundert einem gleichnamigen Geschlechte, dem steirischen Geschlechte Liechtenstein-Murau, dem der Minnesänger entstammt. Vom 14. Jahrhundert an hatte das Schloß andere Besitzer, im Jahre 1638 kam es an das Stift Seckau, welches das neue Schloß erbaute. Es kam dann an die Freiherren von Königsbrunn und im Jahre 1814 kaufte es Fürst Johann I. Anmerkung: Die Besitzungen der Sekunda-, Tertio-, Quartogeni- ture» sind entnommen dem Buche von Franz Krätzl „Das Fürstentum Liech- tenstein und der gesamte Fürst Johann von und zu Liechtensteinische Güter- besitz". Achte Auflage, Brünn 1914.
        

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