- 100 — noch viele Tausend Gefangene und sicherte uns seinen Verlust und den seiner Bagage. Äier haben Sie nun beiläufig das Bulletin, das aber nur für Ihren Gebrauch ist. Da ich seit 6 Tagen nur einmal Warmes gegessen und seit drei Nächten nicht einen Augenblick geschlasen habe, denken Sie sich noch dazu die Heftigkeit der Bewegung, meine Verletzungen durch Pferdestürze nnd die Erhitzungen sowohl physischer und moralischer Art, so finde ich es sür nötig, heute (21.) um 6 Ahr srüh die Armee zu verlassen, hier zu Piacenza auszuruhen, und dies um so mehr, als die Sache so viel als ge- endigt ist, da man nur einige leichte Truppen zur Verfolgung des Feindes absendet. Schon gestern mußte ich die letzten Lebens- kräfte aufbieten, um mich beim Verfolgen des Feindes nur noch auf dem Pferde zu erhalten. Der Kimmel hat mich in diesen Tagen des Ruhmes mit seinem Segen uud seiner Gunst über- häuft; denn er hat nicht nur mein Anternehmen mit Glück gekrönt, und mich unzähligen Gefahren entrissen, sondern es mußte sich auch fugen, daß Fröhlich verwundet und mir daS Kommando übertragen wurde, ferner daß ich wie durch Inspiration getrieben meinen Marsch beschleunigte, denn ich hätte am 20. bei der Armee eintreffen sollen, kam aber um einige Tage srüher, also gerade zur rechten Zeit an". Die in diesem Briefe geschilderten Gefechte, an welchen der Fürst einen so ruhmvolle» und entscheidenden Anteil nahm, sind in der Geschichte als die Schlacht an der Trebbia bekannt, welche Russen und Oesterreicher vereint unter Melas und Suwarow den Franzosen unter Macdonald lieferten. Die Franzosen waren ge- zwungen, sich mit großen Verlusten zurückzuziehen. In einem Geschichtswerk heißt es: „Am entscheidenden 19. Juni wagte Macdonald nach bereits eingebrochener Nacht noch einen ver- zweifelten Angriff, indem seine ganze Kavallerie in Masse sormiert vom rechten Afer der Trebbia anfprengte und große Jnfanteriemassen ihr in vollem Laufe folgten. Da setzte sich Liechtenstein an die Spitze vom Lobkowitz Regiment, einigen Zügen Blankenstein-Äusaren und eines Grenadierbataillons unter Kauptmann Olivier und warf die Franzosen in der buutesten Anordnung mit großem Verluste zurück. So wie bei Würzburg der Erzherzog Karl, so umarmte ihn hier
        

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