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- Va6»»2 (Der Name hat mit der versuchten Ableitung von vsllis 6ulcis „süßes, liebliches Tal" weder lautlich noch begrifflich etwas zu tun, ebenso ist die Ableitung aus dem Keltischen gezwungen; wohl aber läßt sich das Wort 
zu vs6um— „Furt, Liebergang" stellen; vergl. 
rumänisch vs6, vsäur?, das „Furt", bezw. „kleine Furt" heißt. And zwar ist der Aebergang, die seichte Stelle weniger als Rhein- übergang aufzufassen als vielmehr die tiefe Stelle der Nömerstraße beim heutigen Negierungsgebäude in Vaduz. Diese Erklärung schließt allerdings die Annahme nicht aus, daß ein vorrömischer ähnlich klin- gender Name für eine alte Siedlung bei Vaduz existiert haben kann, an welchen vorrömischen Namen der heutige Name dann angeglichen worden wäre. Ich verweise noch auf einen Flurnamen in Vandans in der Nähe der III, nämlich 
auf Vscjus, das sich unschwer aus vaciosus — „sehr seichte Stelle" ableiten läßt. Ebenso scheint nur der Name ?rsfs6ill in Mäls beim St. Peterskirchlein, in seinem zweiten Bestandteil das 
Wort vsclum zu enthalten, im Sinn von „Aebergang- Landungsstelle"; denn die gleiche Oertlichkeit heißt auch „Schifflände", wie mir ältere Gewährsmänner versicherten. Weitere fremde, meist romanische Namen 
sind: Kovsl, ?ra6sksnr, LsrtleAroscn, ?sr6iel, ^sratitscri, IVlsres, d^usclrätsclia, ^sra^AsII, l'icj, Lclislun n. 
a. in. LicKss» (wird nicht unwahrscheinlich vom Keltischen abge- leitet und mit „Wasser" in Zusammenhang gebracht. Verwandt dürften sein Lscne und Lscnen Der gleiche Namen findet sich in der schwei- zerischen Nachbarschaft. Vom Vorhandensain der Fundamente eines befestigten römischen Lagers und der Auffindung zweier prächtig er- haltenen römischen Helme in Schaan sind wir alle unterrichtet. Es ist daher nur zu leicht verständlich, daß das 
alte Octci6urum, das in unserer Gegend gestanden haben muß, nach Schaan verlegt wird): /Xlpila, ösrtleclura, LIscn, öolotta, öovsl, ösrcliel, ^vipIsnAAS, Inns, kansl, kŝnola, Lsmperclo, dapätsen, Lsmsncjsr, (^arsill, (^slos, dalina, (^ssclilo, lsissll, Kat?srsnlc, Krisis, Nslarscri, Gesell, l'scnaAail, ^lAsI^el u.a.m.; einige nur noch 
urkundlich: ^ckermel, öiscnon, dalsersn u. a. m. (wird 
von plsuncs — „Halde" nicht unwahr- scheinlich 
abgeleitet): Lsserns, Nsnols, iVIatons, daks^urs. Hsterls»^. Die verhältnismäßig spärlichen vorgerma- nischen Namen im Liechtensteiner Anterlande erklären sich nebst der
        

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