— u Durch den Brand ward die Gemeinde schwer heimgesucht nnd viele Familien waren um alles gekommen; sie hatten vom Erträgnis der gutenbergischen Güter vom Jahre 179? gar nichts gerettet. Diese Betroffenen baten nun um den Nachlaß des sie betreffenden Pacht- zinses und das liechteust. Oberamt unterstützte ihr Gesuch. Das Vogtei- amt schrieb darüber an das Kreisamt: „So schwer es fällt, jetzt in dieser Kriegszeit und da das Aerar ohnedies durch diese Feuersbrunst selbst großen Schaden erleidet, um einen solchen. Nachlaß einzukom- men, so möchte man doch die Bittsteller nicht abweisen, da diese Leute aus den Gütern keinen Nutzen hatten, da das Feuer die heimge- brachten Früchte verzehrte. Es betrifft 64 fl. für Martini, den üb- rigen Zins hat die Gemeinde entrichtet; an dem Termine für Georgi 1796, wo die Gemeinde 300 fl. zu zahlen hätte, trifft es den Verun- glückten 96 fl., somit der ganze Anteil derselben pro 1795 160 fl. beträgt." Am 22. April 1796 beauftragte das Kreisamt das Vogteiamt für die Kirche einen Kostenüberschlag einzusenden. Das Vogteiamt antwortete, das Vaduzer Oberamt habe einen Riß für Kirche nnd Pfarrhof durch den Baumeister Weirather machen lassen. Aber wegen des Beitrages zum Kirchenban hat sich das Oberamt noch nicht ver- lauten lassen. Man soll also einen Beitrag aus freieu Stücken anbieten. Darauf befahl das Kreisamt (Ignaz v. Jndermaur) dem Vogtei- amt, es soll eine Zusammentretung stattfinden mit dem Vaduzer Ober- amt und der Gemeindevertretung von Balzers und soll dabei ein Kostenvoranschlag vorgelegt werden. Für die mittellose Kirche trete der Patron (das Aerar) ein. Aeberall leisten die Pfarrgemeinden zu solchen Werken Fuhr- und Äanddienste. Indessen soll, wenn keine an- dere Kirche vorhanden sei, eine Äolzkapelle errichtet und ein Quartier sür deu Pfarrer gemietet werden. Im gleichen Sinne schrieb das Kreisamt auch an das Guber- nium. Im Jahre 1796 geschah, wohl wegen den kriegerischen Ereig- nissen, nichts weiter für den Kirchenbau. Auf Betreiben des Pfarrers Mähr wandte sich im Jänner 1797 der Fürstbischof von Chur mit einer dringenden Vorstellung an das Gubernium in Innsbruck. Durch den feindlichen Einfall kamen die Verhandlungen mit Vaduz ins Stocken und mußten die Akten geflüchtet werden. Endlich war auf den 11. Februar eine Sitzung anberaumt, die aber auf den 22. verschobei? werdeil mußte.
        

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