— 74 — Im Juli 1868 langte« dann „81 Stück der Medaille nebst Band samt weiteren 25 Ellen des Bandes zur Auswechslung" in Vaduz ein. Diese Verleihung der Tiroler Landesverteidignngsmedaille an die Liechtensteinischen Feldzugsteilnehmer erfolgte über Verwendung der fürstlichen Regierung, wie aus dem an die Beteilten gerichteten Schreiben der Regierung vom 21. Juli 1868, mit welchem dem Äanptmann und der gewesenen Mannschaft die Medaille übermittelt wurde, hervorgeht. — — Ich will nicht schließen, ohne aus dem oben Geschilderten noch einmal die erhebendsten Momente kurz hervorzuheben: Die bundcstreue Gesinnung von Fürst, Laudtag und Volk in den Tagen schwerster Bedrängnis des Deutschen Gesamtvaterlandes; des Fürsten kluge und glückliche Enschließung, durch Entsendung des Kontingentes an die Grenze gegen Italien einen Kampf gegen deutsche Stammesgenossen zu vermeiden; die opferwillige Liebernahme der Kosten des Feldzuges durch Seine Durchlaucht und Höchstdessen warme Teilnahme für die Mannschaft, und endlich das brave Verhalten der Mannschaft im Felde, das ihr uud dem Lande große Anerkennung brachte. Das diesem Aufsatze beigefügte Bild ist eine Aufnahme des im Jahre 1893 gegründeten „Militär-Veteranenvereins Fürst Johann von und zu Liechtenstein". Der Verein wurde im Jahre 1896 gele- gentlich der Anwesenheit des Landesfllrsten in Vaduz photographiert. Oben rechts ist das Bild des Hauptmanns Peter Rheinberger (aus den 1870 er Jahren) uud oben links jenes des Felbweibels Andreas Walch (aus dessen letzten Lebensjahren) beigefügt. Bei der Beerdi- gung Rheinbergers am 21. Oktober 1893 wurde die Gründung des Vereins beschlossen uud Walch wurde sein erster Obmann. Heute ist die wackere Schar aus ein kleines Trüppchen von 8 Mann zusammen geschmolzen, unter denen sich noch 6 Teilnehmer des 1866 er Feldzngcs befinden. Diesen letzteren sei vorliegende kurze Arbeit gewidmet.
        

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