— 10 - Es wurden Baufälligkeiten eingegeben, Augenscheine eingenommen, Reparaturen für höchst notwendig befunden, aber nichts getan." An das Aerar hatte der neue Pfarrer als Taxe für seine Er- nennung 58 sl. 20 kr. einzahlen müssen. Armselig muß es auch mit den Paramenten in der Pfarrkirche ausgesehen haben, wie eine Bittschrift des Pfarrers an das Guber- nium in Innsbruck beweist, in der er um Paramente aus den auf- gehobenen Klöstern bat. Dazu war er durch den Gubernialrat v. Schund ermuntert worden, der wegen der Gutenberger Güter in Balzers anwe- send war. Sein Gesuch wurde auch vom Dekan v. Fröwis in Feld- kirch befürwortet. Nun kam der Brand, von 1795. Am 10. März 1796 schrieb Pfr. Mähr an das Vogteiamt, schon 21 Wochen seien seit dem Brande verflossen und noch sei kein Zeichen von irgendwelcher Tätigkeit für den Bau von Kirche und Pfarrhof wahrzunehmen, Er erhielt die Antwort, er möge die höhere Entschließung abwarten; der Kostenvoranschlag gehe jetzt an die höhere Behörde ab. Von österreichischer Seite war das fürstl. Oberamt mit Anfer- tigung der nötigen Pläne und Kostenvoranschläge betraut worden, und das Oberamt gab dem Baumeister Weirather von Feldkirch diese Aufträge. Weirather überreichte schon anfangs März seine Arbeiten. Der Kirchenbau sollte darnach auf 3595 fl., der Pfarrhof auf 2067 fl. und der Stall auf 708 fl. kommen. Auf verschiedene Anfragen des Kreisamtes zu Bregenz antwor- tete das Vogteiamt: „Vom liechtenst. Oberamt wurde berichtet, daß die Entstehungsursache des Feuers vom 22. Oktober v. I. unbekannt sei. Das Feuer entstand in einem vom Psarrhof weit entlegenen Äause und der Sturmwind trug es über die hölzernen Käufer hin und er- griff auch Kirche und Pfarrhos. Der Baumeister Weirather ist in dieser Gegend bestens bekannt; er hat vor 2 Iahren denselben Pfarr- hof repariert und eben jetzt mehrere Gebäude im Akkord übernommen. Die Gemeinde Balzers hat anno 1730 beim Neubau des Pfarrhauses willig Frondienste geleistet und würde es auch jetzt tun, wenn die Leute nicht selbst mit ihrem eigenen Wohnaufbau genug belastet wären. Da dem Pfarrer sehr daran gelegen ist, bald möglichst eine Woh- nung zu bekommen und die Feldsrüchte unterbringen zu können, bittet das Vogteiamt dringend um baldige Entschließung." Die Gemeinde Balzers hatte die gutenbergischen Güter in Pacht und zahlte dafür pro Jahr 500 fl. iu zwei Termine», Georgi und Martini.
        

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