- 67 - wiederholt erzählte- Peter Rheinbergers Bruder David Rheinberger war Regierungssekretär. Als dieser auch einmal eine Ausbesserung seiner mehr als bescheidenen Bezüge anstrebte, gab ihm sein Chef, Landesverweser v. .Hausen, den Rat, sich persönlich bei den Land- tagsabgeordneten zu bewerben. David Rheinberger ging zu 7 Ab- geordneten und erhielt deren Unterstützung für sein Gesuch zugesagt. Er nahm an, daß sein Vrnder auch ohne besondere Begrüßung ebenfalls für ihn stimmen würde. Bei der Abstimmung im Land- tage habe sich dann aber gezeigt, daß Hauptmann Rheinberger in Landesangelegenheiten keine Rücksicht auf die Verwandtschaft kenne: von den 15 Abgeordneten haben nur die Sieben für die Bewilligung der angestrebten Gehaltsaufbesserung des Regierungssekretärs ge- stimmt. Im Jahre 1892 wurden die Rheinbauten zum einstweiligen Abschlüsse gebracht, aus welchem Anlasse Peter Rheinberger vom Fürsten in Anerkennung seiner Verdienste lim diese Bauten in eine höhere Gehaltsklasse befördert wurde. Doch nicht, lange sollte er sich dieser reichlichst verdienten Anerkennung ungetrübt erfreuen. Denn bereits im Winter 1892/93 hatte jenes Leiden, das ihm den Tod bringen sollte, einen solchen Grad erreicht, daß über den Ausgang bei den Aerzten kein Zweifel mehr bestand, weshalb ihm bereits im Frühling 1893 ein Snbstitut für die Führung der Geschäfte des Landestechnikers beigegeben wurde. Der 19. Oktober 1893 brachte dann seine Auflösung, die ein Leben voll Arbeit und treuest erfüllter Pflicht zum Abschlüsse brachte. Ich . weiß das Gesamturteil über die Tätigkeit Rheinbergers, der es natürlich auch nicht an Kritikern fehlte, nicht besser zu geben, als durch Anführuug jener Worte, mit denen sich Landesverweser Karl v. In der Maur, der die Arbeit Rheinbergers als dessen Chef am besten zu werten vermochte, bei seiner Berufung zum fürstl. Kabinettsrate unterin 12. September 1892 von seinem hochgeschätzten Mitarbeiter verabschiedete: „Ich erfülle nur eine mir angenehme Pflicht, wenn ich den Anlaß meines Scheidens benütze, um Ihnen für die mir in Ihrer Eigenschaft als Landestechniker jederzeit gewährte tatkräftige und bereitwillige Unterstützung Namens des' Höchsten Die- stes meinen besten Dank und aufrichtige Anerkennung ausznsprechen.
        

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