61 - das Kontingentskommando abgesandt und dieses verständigt, daß auch ferner der Geldbedarf von Vaduz aus gedeckt werde. Dagegen wurde der Bedarf an Naturalien (Fleisch, Brot, Kolz, Stroh) aus dem k. k. Filialverpflegsmagazin der Kalbbrigade v. Metz bezogen und mit dem in Sta. Maria befindlichen Truppenkörper verrechnet. Es scheint sich dann aber noch einmal Unklarheit ergeben zu haben. Während nämlich unterm 20. August das Kontingentskommando an die fürstliche Regierung berichtet, daß es die Behebung der Ver- Pflegsgelder aus der k. k. Kriegsoperationskasse abgelehnt habe und alles aus den von der Regierung zugesandten Geldern bestreite, schreibt Landesverweser v. Kaufen unterin 25. August an den Konimandanten .Rheinberger, daß nach Mitteilung des Grafen Westphalen die Liechtensteinische Truppe der österreichischen gleich- gehalten werde. Es habe sonach die Naturalverpflegung des Kon- tingents von Seite des österreichischen Aerares Platz zu greifen, und der fürstl. Regierung obliege, sich später mit dem österreichischen Truppenkommando zu verrechnen. Weil aber bereits am 27. August der Rückmarsch in die Keimat angetreten wurde, blieb letztere Wei- sung ohne Wirkung; sie langte offenbar erst nach dem Abmarsch bei dem Kontingent ein. Die Feldgebühren waren für die Mannschaft festgesetzt wie folgt: I V2 Pfund Roggenbrot (in Vaduz 2 Pfund) 6 8/10 Kreuzer Etappenrelutum 30 3/4 „ Feldzulage 5 Löhnung . . 11 „ zusammen für den Kopf und deu Tag 53 V2 Kreuzer Der Kommandant hatte für die Zeitdauer des Ausmarsches nebst seinem festen Gehalte, das monatlich 88 Gulden betrug, eine monatliche Kommandantenzulage von 12 Gulden 50 Kreuzern und die Verwendung eines Dieners, der in den Bezügen den Schützen des Kontingents gleichgestellt war, zu Recht und erhielt (einmalig) ein Marschbereitschaftspauschale von 50 Gulden und eine Feldequi- pierungsentschädigung von 170 Gulden. Der Abrechnung über den Feldzug entnehmen wir folgendes: Die Mannschaft habe laut Verpflegsliste für die Zeit des Aus- marsches vom 26. Juli bis 5. September 1866 betragen: 1 Oberleutnant (Peter Rheinberger), 1 Feldweibel (Andreas Walch),
        

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