- 8 - zwei Drittel zu überlassen und die Gemeinde die verlangten Fuhr- und Äanddienste zugesagt hatte, ordnete die Äofkmnmer die Beischaf- fung der Baumaterialien an, damit im Frühjahr 1732 mit dem Ban begonnen werden könne. Im Mai 1733 wurde der Bau dein Baumeister Amann von Bludenz übergeben sür 2020 fl. Aus der fürstlichen Waldung zn Vaduz wurden 70 Stämme Bauholz und 10 Stämme Sägholz bezogen. Aber noch im Jahre 1735 beklagte sich der Psarrer (Franz Äasler), daß er in einem Bauernhaus logieren müsse, weil der Psarrhof nicht ausgebaut sei und der Baumeister wurde darüber zur Rede gestellt. Erst im Jahre 1739 wurde ihm der Nest der Bausnmme ausbezahlt. Schon 1790 war der Pfarrhos wieder derart ruinös, daß eine durchgreifende Restaurierung notwendig war. Es handelte sich nun wieder darum, wer zu diesen Kosten beizutragen habe. Vor allem sollte der Pfarrer den Aeberschuß von seinem Gehalte hergeben. Es wurde also das Pfarreinkommen genau erforscht. Im Jänner 1775 war der Exjesuit und Professor der Rhetorik in Feldkirch Christoph von Stöcklcrn vom Kaiser zum Pfarrer von Balzers ernannt worden. Ansangs März wurde ihm diese Ernen- nung mitgeteilt mit dem Beifügen, er habe jährlich 12 fl. an dem Pfarrhof zu verbauen, oder an das Feldkircher Rentamt zu entrichten. Schon bei seinem Amtsantritte stellte Pfarrer Stöcklern das Ansuchen, den sehr baufälligen Pfarrhof zu restaurieren. Der Rentmeister ließ dann das Allernotwendigste sofort machen mit einem Kostenaufwand von 81 fl. Im März 1777 langte endlich die kaiserliche-Bewilligung zur Vornahme einer gründlicheren Ausbesserung an. 353 fl. 52 kr. sollten verbaut werden. Davon zahle das Aerar aus dem Erlös der Materialien des abgebrochenen Schlosses Gutenberg (Ziegel, Balken usw.) 202 fl., der Nest von 151 fl. 52 kr. wurde dem Pfarrer aufgebürdet. Pfr. von Stöcklern wurde wegeu fortwährenden argen Zerwürf- nissen mit der Gemeinde vom Bischof veranlaßt, die Verwaltung der Pfarrei aufzugeben und der Priester Ioh. Ios. Mähr zum Pfarr- provisor ernannt (1792). Da es sich wieder nm bedeutende Reparaturcu am Psarrhofe handelte, wurde wieder eine Untersuchung über das Erträgnis der Pfarrpfründe veranlaßt. Das Vaduzer Oberamt be- richtete, Pfr. v. Stöcklern habe sein Einkommen aus nur 600 fl. ge- schätzt, weil er keine Stolgebühren und keine Meßstipendien ange- nommen habe. Er habe nur das Erträgnis des Zehnten angerechnet.
        

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