49 — ungenügend, daß sie verhungern müßten. Doch auch diese Furcht war unbegründet, wie wir später sehen werden. Wir sehen aber hier nur, wie damals unser Völkchen all die Sorgen und Kümmernisse durchzumachen hatte, wie sie sich während des Weltkrieges in Vorarlberg und wohl überall auch zeigten. Nur blieb es bei uns bei den Sorgen und der Herrgott führte und schützte unsere Soldaten. 3. Der Ausmarsch. Am 26. Juli trat das Kontingent seinen Marsch an, begleitet von den Wünschen, Gebeten und Tränen der Bevölkerung. Der Weg ging über Feldkirch, Bludenz, Landeck, Nauders nach Mals. Aus dem Marsche trugen die Soldaten die leichten Gradluniformen, während die schweren Tuchmonturen auf dem Munitionswagen nach- geführt wurden. Einmal aber wurden die schönen dunkelblauen Tuch- uniformen auch auf dem Ausmarsche angezogen. Es war vor Bludenz. Da sah man die 36 Mann starke, vom Fabrikanten Gaßner geleitete Musik von ferne auf unsere Mannschaft warten, weshalb Llniformwechsel befohlen wurde; ein Wäldchen in der Nähe der Straße diente als Schutz vor ungeziemender Neugierde. Die Bludenzer Musik hat es sich dann zur besonderen Ehre angerechnet, unter persönlicher Leitung des Fabrikanten Gaßner, das Kontingent beim Ein- und Ausmarsche zu begleiten und ihm zu Ehren Platz- musik zu geben. Aber auch in den anderen Stationen wurde das Kontingent von den Behörden sehr zuvorkommend empfangen und mit Musikbegleitung und Pöllerschüssen in die Quartiere begleitet. Bei dem ersten Ausmarschbefehle, der am l. Juli eintraf und den Abmarsch ans 7. Juli festsehte, war vorgesehen, das Kontingent nach Bozen zu dirigieren. Nunmehr ging aber der Marsch nur bis Mals, wo die Truppe am 4. August abends gesund und wohlbe- halten eintraf. Dort fand sie den Befehl vor, nach Prad, am Nord- fuße des Ortler, zu marschieren und bis auf weiteres dort zu bleiben.
        

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