— 43 — 2. Die Vorbereitung des Feldzuges und die darauf bezüglichen Vorgänge im Lande. Schon im Frühling 1866 haben die Vorbereitungen im Fürsten- tums begonnen, um allfälligen außerordentlichen Bundesforderungen gerecht zu werden. Mit den Rekruten, die regelmäßig Ende März oder Anfang April' einzurücken hatten, wurden dieses Jahr auch zwei ausgebildete Mann einberufen und zu Patrouilleführern ernannt; beide wurden dann vor dem Ausmarsche zu Vicekorporalen befördert. Der Landtag hat in seiner Eröffnungssitzung vom 15. Mai eine Kommission bestellt, die mit der Regierung wegen Beschaffung der nötigen Geldmittel vorzugehen hätte. Am 4. Juni beschloß der Landtag, im Falle des Ansmarsches unseres Kontingentes verschie- dene Ausgaben einzustellen und an den Landesfürsten die Bitte zu richten, dieser möchte die Garantie für Anleihen übernehmen, die das Land für Militärzwecke etwa aufnehmen müßte. Aeber Antrag des Kontingents-Kommandos wurde von der Regierung unterm 25. Juni 1866 der Aebnngskurs für die Mannschaft um 14 Tage bis 9. Juli verlängert. Am 27. Juni wurden Anschaffungen haupt- sächlich für Bekleidung im Werte von fl. 1307.30 bewilligt. Seine Durchlaucht der Landesfürst erließ durch ein Schreiben der Äof- kanzlei vom 28. Juni 1866 Weisung an die Negierung, daß das Kontingent dem Oberkommandanten der Lcmdesverteidiguug für Tirol, Grafen Castiglione, zur Verfügung zu stellen und die Ersatz- mannschaft so schnell als möglich zu formieren sei. Vom Ober- kommando sei Befehl einzuholen, ob das Äauptkontingent für sich oder erst mit der Ersatzmannschaft einrücken soll. Zwecks nachzuschaf- fendcr Monturstücke sollen soweit nötig auch Bestellungen in Vorarl- berg und der Schweiz gemacht werden. Es sei zu berichten, wie das Kontingent auf 120 Mann gebracht werden könnte, wobei besser Freiwillige zu werben, statt auf frühere Jahrgänge zurückzugreifen wäre. Von den Freiwilligen würden Seine Durchlaucht 10 Mai»? auf Äöchsteigene Kosten ausrüsten und verpflegen lassen. Weiter sei zu berichten, in welcher Art vorgesorgt werden könnte, daß den zurückbleibenden Familiengliedern hinsichtlich Erhaltung die Ab- wesenheit der Einrückenden möglichst wenig nachteilig sei und was hinsichtlich Fürsorge für die Invaliden oder die Hinterbliebenen
        

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