— 4l — 1. Einleitung. Die vorliegende kleine Arbeit führt uns in jene Zeit, da der Deutsche Bund nach 51 jährigem Bestände sich auslöste und das deutsche Volk — ähnlich der Gegenwart — eine sehr schwere Zeit durchmachte, der dann aber wenige Jahre nachher ein ungeahnter Aufstieg folgte. Der Aufsatz ist aus einem an der 1923 er Jahresversammlung des historischen Vereines gehaltenen Vortrag. herausgewachsen und verbreitet sich zum Teil über Einzelheiten, die der Historiker vom Fach wohl übergangen hätte, deren Aufnahme aber bei einem grö- ßeren Teile der Leser Zustimmung finden dürfte, weil sie das Bild lebendiger gestalten. Das Fürstentum Liechtenstein gehörte dem Deutschen Bunde von seiner Gründung (1815) bis zu seiner Auflösung (1866) an. Der Zweck des Bundes war die Erhaltung der inneren und äußeren Sicherheit, sowie der Unabhängigkeit und Llnverletzlichkeit der ein- zelnen Staaten Deutschlands. Das Fürstentum Liechtenstein hat seine Pflichten als Bundesmitglied stets ernst genommen, auch als gerade aus der 16. Kurie, zu welcher das Fürstentum Liechtenstein gehörte, mehrere Bundesmitglieder dem Bunde untreu wurden und daraus sür die in der 16. Kurie verbleibenden Glieder erhöhte Lasten zu erwachsen drohten. In militärischer Hinsicht war Liechtenstein als Bnndesmitglied von besonderem Glücke begünstigt, indem es bei den Ausmärschen 1849 und 1866 keine Verluste an Mannschaften erlitt. Der zweite dieser Ausmärsche bildet den Gegenstand vorliegenden Aufsatzes, dem ich hier zum leichteren Verständnis einzelner nach- folgender Darstellungen einige Zeilen über die Lage im Deutschen Bunde um die Mitte der 1860 er Jahre voranschicke. 1864 hatten Oesterreich und Preußen mit Dänemark wegen Schleswig-Holstein Krieg geführt und den Sieg auf ihrer Seite. Infolgedessen trat Dänemark am 30. Oktober 1864 die Herzogtümer
        

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