- 34 — 1822 direkt an den Kaiser. Sie schrieb: Schon i, 3. 1802 habe ihr Vater den Bau in Balzers übernommen. Nach den den Be- hörden längst vorgelegten Rechnungen hatte das Aerar 3594 fl. zu zahlen. Nach einigen Abschlagszahlungen blieb es noch 2234 V2 fl. schuldig. Davou haben die H andwerkslente 1246 fl. uud der Baumeister 988 fl, zngnt. Der Vater mußte seine Familie von seinem Verdienste erhalten. Er mußte schon anno 1805 800 fl. auf- nehmen, sür seine Arbeiter. Oft bat er um Bezahlung. Am 16. Jänner 1819 erhielt er nur einen „Vorschuß" von 1359 Vz fl. Es blieb also noch eiu Restguthaben von 988 fl., die die Kinder ohne die Zinsen zu fordern haben. Der Vater mußte die 800 fl. mit 5°/o verzinsen, das macht sür 17 Jahre 680 fl. Zins, daher ihre gerechte Forderung 1568 fl. ausmacht. Wegen diesen Schulden ist der Vater als 84jähriger Greis in die größte Not geraten. Anch sie, die Kinder, litten Not. Sie waren gezwnngen im Februar dieses Jahres ihr Wohnhaus zu verkaufen. Vom Erlös blieb ihnen nach Bezahlung der Schulde» nichts mehr als das Guthaben beim Aerar. Anch die Handwerker habe» 1246 fl. zugut. Sie wissen nicht, wo die Schuld liege dieser 17 Jahre andauernden Verzögerung nnd daß trotz aller Eingaben und der Verwendung des Gerichts kein Erfolg zu erreiche» war. Sie bitten den Kaiser bis zur gänzlichen Erledigung um eiue Abschlagszahlung von wenigstens 800 fl. Unterschrieben haben die Witwe nnd zwei Töchter. Das Jmmediatgesnch kam von Wie» an das Gubernium zurück zur Aufkläruug. Das Gubernium schrieb an das Kreisamt: Da die mit dem Herrn Fürsten von Liechtenstein wegen des von seiner Seite zu den Lasten des Kirchen- und Pfarrhofbaues in Balzers zu leistenden Beitrages angeknüpfte Verhandlung noch zu keinem defini- tiven Resultate gediehen ist, so könne die hievon abhängige Erledi- gung noch nicht erfolgen. Die Witwe Weirather sei also noch zur Geduld zu verweisen! — 1 8 2 3 Juni 28. Das Rentamt Feldkirch ersucht das Kreis- amt um Uebersendung der Akten von 1793 über Verhandlnngen mit dem Vaduzer Oberamt wegen jährlich zn zahlenden 12 fl. an die Erhaltung der Pfarrbaulichkeiten in Balzers. Diese 12 fl. hatte aber der Pfarrer nicht das Oberamt zu zahlen. Im August 1823 erhielt das Kreisamt die Rechnung des Kirchcnbaues. Die Kosteusumme betrug 18027 fl. 32 kr. Dazu trug
        

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