- 30 ^ Da Vorarlberg im Preßburger Frieden 26, Dezember 1805 an Napoleon und dann an Baiern gekvmmeu war, entstand zwischen Baieru uud Oesterreich Streit über Gntenberg. Baiern behauptete Gutenberg gehöre zu Vorarlberg, was Oesterreich mit Recht bestritt. Auf Anordnung des Fürsten behielt nun das Oberamt in Vadnz die Gefalle von den Gutenbergern Gütern und Lehen solange zurück, bis Vorarlberg wieder zu Oesterreich kam. Das baierische Landgericht in Feldkirch - bat nun das Oberamt dringend, dem Weirather seine Forderung aus den sequestrierten Gefallen zu begleichen, der trotz des Krieges fortgebaut und gut- herzig sein eigenes Geld hinein gegeben habe und min in größter Not sei. Aber der Landvogt Schuppler antwortete, er habe nur die Gesälle aufzubewahren, nicht auszugeben. In dem Schreiben des Landgerichts war zugestanden, daß den Gutenberger Gütern das Patronat uud die Zahlnngspflicht ankleben. Das Oberamt erleide kein Risiko durch diese Auszahlung, denn wem immer Gutenberg zufalle» werde, der werde auch für die Vanlasten aufkommen müssen. Die Besitzer der Gutenberger Guter und Lehen zahlten ihre Zinse nach Oesterreich. Als aber Vorarlberg baierisch geworden, verlangte der österreichische Statthalter in Räzüns diese Zinse für Oesterreich, das baierische Rentamt in Feldkirch für Baiern. Gnten- berg war nach dem Weggang der Ramschwage von Räzüns aus verwaltet worden. Räzüns kam aber an Frankreich; dann ließ Oesterreich diese Gesälle durch sein Rentamt in Feldkirch verwalten. Im Jahre 1806, während des Streites zwischen Oesterreich und Baiern nahm die Regierung in Vadnz diese 
Gesälle acl Depositum. Die österreichische Gesandtschaft in Bern forderte nun dieselben heraus (1813), weil die Differenz schon'im Jahre 1808 in ministeriellem Wege geschlichtet worden sei. Das Vaduzer Oberamt ersuchte daher das Rentamt in Feldkirch um Aufkläruug. Die baierische Regierung in Kempten wandte sich an das Ministerium in München. Das Oberamt hatte auch 136 fl. Steuer verlangt für die österreichischen Besitzungen im liechtenst. Gebiet*). Im März 1814 verzichtete die baierische Regierung aus die Gutenberger Gefälle mit dem Beding, *) Diese Steuern gingen von Güten« in Kuob, St. 
Korneli, Frosch und Tosters, ferner von den Alpen Parfien.^ 
Palus, Setsch, Pnniel, Guffil, Gnmp und Sarojen.
        

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