- 29 - der Gemeinde war Ioh. Bpt. Büchel in Mäls, ein sehr tätiger Mann. Baumeister war Ferd. Weirather aus Feldkirch. Die besten Maurer kameu aus Düns, der Zimmermeister ans Rankweil (Ioh. Mich. Matt). Am 2. Mai wurde der erste Stein gesegnet uud auf der Giebelseite rechts im Wiukel eingesetzt vom Pfarrer Mähr mit Vollmacht des Generalvikars von Chnr. Dieser Ceremonie, die nicht besonders feierlich war, weil wegen des Mißfallens vieler der Ban mit etwas gedrückter Stimmung begonnen wurde, wohnten bei die Hochw. Herren Pfarrer Benedikt Schmidt von Triefen nnd ?. Gregor, Kapuziner ans Mels." Pfr. Mähr sah nun die Maueru der Kirche sich langsam er- heben, aber den Pfarrhof erlebte er nicht. Dieser wurde erst im Jahre 1810 vollendet, während Pfr. Mähr schon am 7. November 1805 einem Rufe anf die Pfarrei Nankweil folgte. Dort wirkte er noch 38 Jahre, wurde Dekau und starb hochbetagt am 20. Jänner 1844. Die Kirche wnrde erst im Jahre 1807 dem »Gottesdienste über- geben und die feierliche Einweihung fand am 25. Juli 1808 durch den Fürstbischof Karl Rudolf von Chur statt. Aber der arme geplagte Baumeister war noch immer nicht be- zahlt nnd die Arbeiter mich nicht. Er schrieb deshalb am 9. März 1810 an das baiensche Landgericht, er habe Kirche und Pfarrhaus hergestellt und habe die Rechnung schon am 20. August 1808 an das Generalkommissariat in Alm eingeschickt, aber es sei noch keine Entschließung ersolgt. Die Handwerksleute drängen auf Bezahlung und drohen dem Baumeister mit gerichtlicher Klage, da er doch an der Sache nnschnldig sei. Er bat also das Landgericht um seine Intervention. Seine Rechnung lautete auf 2991 fl. Die meisten Handwerker waren Vorarlberger, da Valzers keine stellen konnte. Aber nach 3 Iahren befand sich Weirather noch in der gleichen Lage. Er schrieb am 21. Juli 1813 wieder an das Landgericht. Auf Grund des Hofdekretes vom 28. Sept. 1804 sei der Bau von Kirche uud Pfarrhof, begonnen nnd bis Oktober fortgesetzt worden. Da die Arbeiter aber keinen Kreuzer Lohu crhielteu, stockte die Arbeit und die Gemeinde richtete den Psarrhof selbst einigermaßen ein. Niemand wollte die Banführnng übernehmen; er habe dann die Arbeit voll- eichet. Er reichte vorlänfig eine Rechnung ein von 2048 fl. nnd bittet das Landgericht abermals um Hilfe.
        

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