25 Am 16. Oktober verlangte der Baumeister einen Vorschuß von wenigstens 2000 fl. für die Maurer, Zimmcrlente, Schreiner, Schlosser, Schmiede, sür Kalk, Bretter, Latten, Nägel usw.. Die Kirche stehe jetzt unter Dach; der Psarrhof verlange nur noch einen Kostenaufwand von 209 fl.; der Turm , habe bereits die Höhe der Kirche; das Holz zum Glockenstuhl sei bearbeitet, wie auch der Rost zu den Kirchenstühlen. Der gute Banmeister war genötigt, mit seinem eigeueu Geld den ganzen Sommer hindurch „durchzu- martern". Die Handwerker wollten bezahlt sein, so daß man ihm mit Schätzung drohte. Er bittet, ihm aus diesem Eleud zu helfen, er werde für alles Rechnung stellen. Ferner habe er Kirchengcräte an- geschafft, einen Kelch für 20 fl., zwei Meßgewäuder für 36 fl. nnd eine Pixis für 13 fl. Der Rentmeister in Feldkirch unterstützte dieses Gesuch lebhaft. Weirather scheint keinen „Vorschuß" erhalte» zu haben, denn am I. Dezember schrieb der Kreishauptmann von Bregenz an das Guber- ninm, die Rechnuugeu Weirathers seieu richtig befuudeu worden und man möge ihm endlich den Rest seines Guthabens per 6371 fl. 33 kr. auszahlen. Durch den im Herbst 1805 ausgebrochenen Krieg wurde der Bau unterbrocheu und die Zahluugeu blieben aus, zumal Vorarlberg bairisch geworden war. 1 8 0 6 Jänner 3. Weirather schreibt wieder an das Vogteiamt. Er schildert die traurige Lage der Bauarbeiter und die seiuige, da keiu weiterer Vorschuß geleistet werde» will und die Arbeiter nicht bezahlt werden. Er selbst habe Geld auf Zins aufnehmen müssen und sein eigenes Geld geopfert. Die Arbeiter künden auf und die halbfertigen Arbeiten gehen wieder zugrunde. Die Kapelle in Mäls breche zusammen und es müsse jetzt eine Scheuue für deu Gottesdienst bcnützt werden. And schon sei dies das elfte Jahr nach der Brunst! Daraufhin schrieb die InnsbruckerBuchhaltung an das Kreisamt, dem Weirather sollen die ihm noch gebührenden 6371 fl. 33 kr. aus- bezahlt werden. Aber der arme Banmeister mußte noch lange warten! Gegen Ende des Jahres 1805 hatte' der vielgeprüfte Pfarrer Mähr Balzers verlassen und die Pfarrei Rankweil angetreten. Seine Schuld war es wahrlich nicht, wenn er die Vollendung seiner Kirche und seiner Pfarrwohuung nicht mehr erlebte. Während Kirche
        

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