— 21 — Barraga legte auch ein vollständiges Verzeichnis der nötigeil Kirchen- gerätschaften bei für den Gesamtpreis von 826 fl. Für das Kirchen- gebände berechnete er 8952 fl., für die Altäre 174 fl., für die drei Glocken 975 fl., für den Baumeister 214 fl., sür die Llhr 180 fl,, zusammen 11323 fl.; sür den Pfarrhof 3440 fl., für die Scheuue 1468 fl., alles zusammen 16231 fl. Daran leiste die Gemeinde durch Arbeit und Bauholz 6152 fl,, das Aebrige die Concurrenten mit 10079 fl. Das Jahr 1803 erlebte noch vor Torschluß cm wunderbares Gutachten der Buchhaltung in Jnnsbrnck an das Kreisamt Bregenz: „Die Baukosten für den Pfarrhof belaufen sich auf 3406 fl. ein- schließlich die Fuhr- uud Äanddienste. Daran habe die Gemeinde Balzers /̂z d. i. 1623 fl. an Geld und die Frondienste im Werte voll 972 fl., also zusammen 2595 fl. zn leisten. Die Scheuue sei auf 1455 fl. berechnet. Daran habe die Gemeinde an Frondiensten 636 fl. und an Geld 545 fl., der Patron 272 fl. zu leisten. Die Bankosten sür die Kirche seien 11 688 fl. Die Frondienste mit 4706 fl. davon abgezogen bleiben 6982 fl. Davon habe der Patron zu leisten — 2327 fl., die übrigen 4655 fl. die Gemeinde. Für alle drei Gebäude treffe es dem Patron 3412 fl., der Gemeinde aber 13135 fl. zu leisten." Da wäre dar Patronus allerdings gut weg- gekommen, aber nicht die arme Gemeinde! — Anfangs März 1804 reiste der Pfarrer Mähr selbst nach Inns- bruck und überreichte dem Gubernium persöulich ein dringendes Gesuch um endliche Inangriffnahme der Bauten. Daraufhin wandte sich der Pfarrer mit warmer Unterstützung des Guberniums an den Kaiser mit der dringenden Bitte um den Besehl, daß der Bau der Kirche noch dieses Frühjahr begonnen werden solle. An, 6. Juni erlaubte das Gubernium dem Kreisamt, dem Bau- meister Weirather, der schon in, März um einen Vorschuß gebeten hatte, 500 fl. vorzustrecken für den Pfarrhofbau, der in Angriff ge- nommen worden war. Vom allerhöchsten Ort sei die Erlaubnis einzn- holen, den Bau der Kirche nach Barragas Grundriß sofort zu beginnen. Am 5. Juli schrieb Pfarrer Mähr abermals an das Gubernium. Er berichtet, daß die Kapelle Mariahilf dem Einstürze nahe und schon zweimal ausgeraubt worden sei.
        

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