IV. Die Seelsorge seit dem Untergang des Klosters St, Luzi, 93 abgewiesen, weil das Gesetz nicht rückwirksam sei. Doch wurde dem Psarrer empfohlen, einen freiwilligen Beitrag 
zu leisten. Da durch die Tratt-Ablösung. Zeheni-Ablösung, Regulierungen u. dgl, die Pfründe eine große Schuldenlast erhalten hatte, bewillig- ten Bischof und Regierung deren Abtragung durch die Auslösung der Körner- und Schmalzzinse, Es wurden mit den Zinspflichtigen fol- gende Sätze vereinbart: für das alte Viertel Korn 32 fl ^ 30 Fran- ken, für 1 Viertel (11 Pfd.) Butter 66 fl 165 Franken Ablösungs- kapital. Unterdessen war die Abkurung von Ruggell und Schellenberg erfolgt und 
hatte die Gemeinde Gamprin das Patronatrecht über ihre Psarrpfründe erhalten. Die Gemeinde 
wählte also am 9. Juni 1874 den Eschner Kaplan Faver Häusle aus Rankweil zu ihrem Pfarrer. Das Ordinariat gab nur 
ungern die Bestätigung, da der Bischof die Wahl des Pfarrers von Triesenbecg, den verdienten vieljährigen Schulkommissär und Pfarrer I. B. Büchel (späteren Kanonikus und Pfarrer von Vaduz) gewünscht hatte. Pfarrer Häusle erwarb sich unstreitig große Ver- dienste beim Kirchenbau, für den er Gaben sammelte und den er mit Geschick vollendete. Im April 1830 konnte die fast neue Kirche durch den Bischof Franz Konstantin Rampa konsekriert werden. Im Jahre 1880 wurde 
das Felirfest eingeführt. Im Jahre 1893 wurde die hiesige 
Herz-Iesu-Bruderschaft der Erzbruderschaft aggregiert. Im Juni 1885 starb Dr. Marrer, der in seinem Testamente fol- gende Stiftungen machte: für den Eschner Hochaltar 2000 fl, für die Pfarrei Schellenberg 2000 fl, für den Ruggeller Hochaltar 2000 fl, für die Benderer Rosenkranzbrudcrschaft 500 fl, für ein Waisenhaus 14000 fl und Güter, oder, wenn dies in 10 Iahren nicht zustande komme, 12000 fl für einen Kirchenbau in Ruggell und den Rest als Benderer Frühmeßfond. Im Jahre 1896 errichtete der tätige Pfar- rer die sehr schöne Lourdesgrotte. Leider gab es auch manche un- liebsame Episoden. So wegen der i. I. 1379 eingeführten Prozes- sion der Schellenberger nach Bendern, und der Benderer nach Schel- lenberg. Das Verhältnis zwischen dem Pfarrer und der Pfarrei war schließlich -unfreundlich geworden und im Frühling 1900 verließ Häusle die Pfarrei. Am 1. März 1900 wählte die Gemeinde ihren jetzigen Seelsorger.
        

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