IV. Die Seclsorge seit dem Untergang des Klosters St. Luzi. 91 tes, das Gesuch der Gemeinden sei aus verschiedenen Gründen und ohne die Zustimmung des Churer Ordinariates nicht zu berücksichtigen. Im Jänner 1832 entschied das Eubernium, die Teilung der Pfründe werde nicht gestattet, nachdem das Kreisamt in diesem Sinne bean- tragt hatte. Wie anderwärts werden auch in Bendern die beiden Her- ren mit einander im Frieden auskommen können. Unterdessen war die Pfründe ausgeschrieben worden und hatten sich auf dieselbe 4 Herren gemeldet, darunter H. Ios. Anton Wolfinger von Balzers, der seil 10 Iahren Pfarrer in Peterzell Kt. St. Gallen war. Das Ordinariat teilte dem Kreisamt die Kandidatenliste mit, reservierte aber wieder dem Seminar das Patronatrecht, indem es die Rechtslage wieder darstellte. Für diesmal wolle man von der Rechtsfrage abstrahieren. Sollte aber ein auswärtiger Priester gewählt werden, so übernehme man quoad temporalia keine Verpflichtung für ihn. Das Ordinariat und das liechtenst. Oberamt empfahlen in erster Linie den H. Wolfinger wegen seiner wissenschaftlichen, moralischen und politischen Tüchtigkeit. Das Ordinariat stellte ihm ein glänzendes Zeugnis aus. Indem das Kreisamt dem Eubernium davon Mitteilung machte, empfahl es vor allen den Herm Easzner, Katechet in Feldkirch, der ein ausgezeich- neter Priester und Österreicher sei. Alle vier Kandidaten waren durch- aus würdige Priester, darunter auch Wendelin Hofer, der unter dem ?. Maiser in Bendern 5 Jahre lang als Vikar gewirkt hatte. Am 5. Jänner 1832 meldete das Eubernium, die Pfarrei sei H. Wolfinger verliehen. Er verwaltete die Pfarrei segensreich, aber nur 5 Jahre. Im November 1836 erhielt er vom Fürsten die Er- nennung als Kurat auf die neu errichtete, von Schaan abgetrennte. Kuratie Vaduz. Seine Resignation auf Bendern ist datiert vom 12. Dezember 1336. Als Pfarrprovisor wurde vom Bischof der Prie- ster Josef Kindle von Triefen bestellt. Im Dezember noch erfolgte durch Oberamt und Ordinariar die Ausschreibung der Pfründe. Es meldeten sich fünf Kandidaten, näm- lich die Herren Joh. Ios. Bahl, Professor im Seminar und Bürger von Balzers, der unter Wolfinger Vikar gewesen war, Anton FriÄ von Schaan, Pfarrer in Trimmis, Josef Kindle von Triefen, Pro- visor in Bendern, Rudolf Schädler von Eschen und Andreas Ohri von Eschen. Auf Ersuchen des Kreisamtes schilderte das Oberamt alle diese Herren und empfahl die Wahl des Herrn Schädler, der seit der Priesterweihe (1831) stellenlos bei seinen Eltern in Vaduz
        

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