IV, Die 
Seclsorge seit dem Untergang des 
Klosters St. Luzi. 86 Im Mai 1814 hatte 
P. Maiser das Verzeichnis der Einnahmen der Pfarrei an das Rentamt in Feldkirch 
einzureichen. Dasselbe lautete: Nebst Wohnung und 
Holz besitzt die Pfründe 6 Stück Weinberge, deren Ertrag aber der hohen Arbeitsrosten halber weniger als 
null ist, 9 ^Fettheugüter (die obere und untere Hueb, die Schweinhalden, der Schwibbogen, ein Stück beim untern Thor, der Hausbuugert, der Eräsgarten, das Höfle, das Magerheugui beim Widum), Pritschen oder Sauersutter 2 Stück, 3 Rietmöder, 
2 Wiesen in Banr, die Benderer Bllndt und Bruckmad,' an Aeckern: der obere und der große Widumacker, des Ferd. Büchels 
Gut. Diese Güter ertragen zusammen an Pacht- zins, eingeschlosseu die selbstbenutzten Güter an barem Geld 453 fl. Für gestiftete Jahrtage, Grundzinsen an Schmalz, Geld und Frucht pro Jahr 33 fl. Der Öhrische Hof, an 4 Männer verpachtet, gibt 30 Viertel Kernen und 30 Viertel rauhe Frucht Zins; der Madersche Hof 7 Viertel Kernen, das Schaaner Lehen 4 Viertel. Ferner hat der Pfarrer 4 Stück Tannenwald und 4 Stück Buchen- wald. Davon bezieht er das nötige Holz, das die Lehenleute zu liefern und zu bearbeiten haben. Der erwähnte Pachtzins bestand in Gamprin aus 6 Viertel und 
3V-> Mäszle Korn 1 fl IS Kr. an Geld, von Ruggell 4 V. N/i- M. Korn und 2fl57Kr., von Schclienberg 9 
>/z Mäszle Korn und 1 fl 4 Kr., ab Berg 2 V. 4 M.Korn, von Eschen 5 V. 4 M. Korn, 1 fl 25 Kr. Ruggell lieferte auch 
1 Psd. Flachs, Eschen 22 Psd. Schmalz und Planken ll Pfd. Schmalz. (1 Psd. Flachs galt 36 Kreuzer, 1 Viertel Korn von 1736—1799 rirca 2 fl. von 1795-1M6 ober 
4 sl, im Jahre 1316 S sl, 1317 5 sl 17 Kr., von 1813 an durch viele Jahre 1 fl 40 -2 fl 10. sl Viertel ^ 16 Möszles.) Dieser Ausweis war verlangt worden, weil die Übergabe dieser Besitzungen an Österreich bevorstand. Nachdem Napoleon gestürzt war, kam am 3. Juni 1814 zu Paris zwischen Österreich und Baiern ein Vertrag zustande, durch welchen Tirol und Vorarlberg wieder an Osterreich kam. So kamen auch die St. Luzi Güter in Vorarlberg und Liechtenstein wieder an Öster- reich. Vergebens verwendete sich der Papst um die Wiederherstellung der beraubten kirchlichen Stifte. Am 1. Juli 1815 berichtete ?. Maiser an das Oberamt, Pater Dionns Neuner sei gestorben, und fragte an, ob er denselben in oder außer der Kirche begraben 
solle. — Die Beerdigung fand in der Vorhalle statt. Am 29. Jänner 1316 starb ?. Luzius Zuppiger. Der Vikar Hofer berichtet das dein Oberamte. Der alte Pater habe noch am Morgen seines Todestages die hl. Sakramente empfangen und habe
        

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